Posts mit dem Label Costa Rica werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Costa Rica werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 11. April 2014

Weltreise-Unlimited Zwischenbilanz 4

Reiseablauf:

Die Räder noch immer im Gepäck sind wir am 2.1.2014 nach Lima in Peru geflogen. Peru war zum Radfahren wenig einladend, so dass wir uns per Bus Richtung Süden durchgeschlagen haben. Da wir von Peru wenig begeistert waren, ging es dann schon nach 12 Tagen mit dem Bus zur chilenischen Grenze. Die Grenze haben wir mit dem Fahrrad in einer Etappe von Tacna nach Arica überquert. Von Arica aus besuchten wir den Lauca Nationalpark im Andenhochland auf etwa 4500 Meter mit einem Mietwagen. Unsere Räder haben wir per Fracht nach Temuco im chilenischen Seenland geschickt, wo wir das Reisen noch einmal per Rad probieren wollten. Wir sind dann per Bus über Santiago bis Temuco nachgereist. Knapp zwei Wochen lang sind wir dort mit den Rädern eine Runde gefahren. Der Funke konnte jedoch nicht mehr überspringen, so dass wir die Räder anschließend verkauften. Nach etwa fünf Wochen in Chile, flogen wir nach Costa Rica, das wir aus einem Urlaub kannten. Wir konzentrierten uns auf die Osa Halbinsel an der südlichen Pazifikküste und auf die Karibikküste. Nach Panama haben wir einen fünftägigen Abstecher gemacht, um dort das Inselarchipel Bocas del Toro zu besuchen.
Am 31.3.2014 beendeten wir unsere 21monatige Weltreise in Costa Rica und flogen zurück nach Deutschland.


Übernachtung pro Tag pro Person:

Peru: 15,1 Euro
Chile: 17,1 Euro
Costa Rica: 26,4 Euro
Panama : 25,6 Euro

Essen pro Tag pro Person:

Peru : 4,3 Euro
Chile: 5,8 Euro
Costa Rica: 5,8 Euro
Panama: 5,5 Euro  

Transport pro Tag pro Person:

Peru: 5,6 Euro
Chile: 10,6 Euro
Costa Rica: 8,3 Euro
Panama: 6,5 Euro

In Peru und Chile haben wir in meistens in einfacheren Hotels übernachtet. In Costa Rica und Panama haben wir nicht mehr so sehr aufs Geld geachtet und uns neben günstigen Unterkünften gelegentlich teure Lodges oder Bungalows und Hotels im mittleren Preissektor gegönnt. Vier Mal haben wir in Costa Rica gezeltet.
Unser Essen haben wir in hauptsächlich im Supermarkt gekauft. In Costa Rica haben wir gelegentlich auch in Cocinas Economicas gegessen.
Transportmittel war in Peru fast außschließlich Bus, in Chile Bus, Rad und 4 Tage Allrad Mietwagen. In Costa Rica und Panama Bus und Boot und Taxi.

Gesundheit:

Keine nennenswerten Vorkommnisse.

Ausrüstung:

In Peru und Chile hatten wir die Räder noch dabei und sie dann in Chile verkauft. In Chile haben wir uns unsere Trekking Sachen  aus Deuschland schicken lassen. Einen Teil der Radausrüstung haben wir nach Deutschland geschickt.
In Chile ist die Benzinpumpe unseres Kochers abgebrochen, so dass wir in Costa Rica auf Gas umgestiegen sind.

Unsere bisherigen Lieblingsreiseziele:

Meine: Costa Rica gesellt sich auf die Topplätze neben Botswana und Mexico.
Annes: Südsee; Mexiko, Costa Rica    

Sichtbare Umweltprobleme unserer Reiseziele:

In Peru waren wir 12 Tage in trockenen Wüstengebieten entlang der Küste unterwegs, so dass ich als für uns sichtbare Umweltprobleme nur Vermüllung des Meers und der Umgebung besiedelter Gebiete nennen kann. Die Abholzung des Regenwaldes auf der anderen Seite der Anden oder die Abholzung von Wäldern Im Hochland, die oft dramatische Erdrutsche zur Folge haben ist sicher vielen ein Begriff.
In Chile gibt es in fruchtbaren Gebieten exzessive Landwirtschaft und Agrarwirtschaft mit Monokulturen, die in dem Ausmaß selbst in Deutschland nicht zu finden sind.
In Costa Rica ist die Besiedlung von Regenwaldgebieten und die damit verbundende Abholzung ein Problem. Obstplantagen, allen voran Bananenplantagen sind im Süden oft zu sehen. Oft liegt eine übermäßige Belastung von Schutzgebieten durch Tourismus aufgrund schlechter Konzepte vor. Illegales Jagen und illegale Wildtierhaltung ist immer noch ein Problem.
In Panama ist uns die Vermüllung negativ aufgefallen.



Menschen und Kulturen:

Peruaner erlebten wir überwiegend als zickige, desinteressierte Menschen. Wir fühlten uns als Touristen nicht willkommen, hatten große Sicherheitsbedenken wegen der allgegenwärtigen Busüberfälle und Naturkatastrophen (Erdrutsche uvm. im Hochland). Wie in kaum einem anderen Land hatten wir den Eindruck, dass Reisende für einen recht geringen Gegenwert finanziell ausgenommen werden. Kulturell haben wir aufgrund unserer recht kurzen Aufenthaltsdauer wenig mitbekommen, nur dass Peruaner wie eigentlich alle Mittel- und Südamerikaner sehr gläubig sind und beinahe täglich eine Heiligenfigur feiern. In den Vororten der großen Städte und auf dem Land wird man sich schnell der Armut dieses Landes bewusst.
Schon am Grenzübergang nach Chile wurde und klar, dass Chilenen eine völlig andere Mentalität haben. Im Grunde ist Chile sehr westlich geprägt, oft fielen uns Gemeinsamkeiten mit Europa auf, die typische Mittel- und südamerikanische Manana-Kultur ist hier nicht so präsent, Infrastruktur hervorragend, alles verläuft etwas geregelter. Besonders auffallend war die Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft der Chilenen: wir hatten tatsächlich in keinem anderen Land auf unserer Weltreise so viele lustige und interessante Begegnungen mit Einheimischen - und das meist auf Spanisch:-)
Costa Rica haben wir zwar schon einmal bereist, mussten aber feststellen, dass wir damals die Costa Ricaner nicht wirklich kennengelernt haben. Das ist zwar nicht verwunderlich, da die Tiere und Natur des Landes das Highlight sind, dennoch hatten wir auf unserer Weltreise nun auch viele interessante Begegnungen mit Costa Ricanern. Wir fühlten uns im Land oft nach Mexiko zurückversetzt: Busse, Taxis etc. - alles funktioniert irgendwie und auch recht gut. Costa Ricaner sind meist sehr aufmerksame und nette Menschen, aber auch sehr zurückhaltend. Übermäßiger Alkoholkonsum ist ein Problem im Land, wir bekamen jedoch nicht viel davon mit im Vergleich zu anderen Ländern (Australien, Mexiko). Kulturelles? Glaube/Kirchen und Fußball.
Von Panama haben wir nicht viel gesehen und Bocas Town war so touristisch, dass man hier eigentlich nicht von Panama sprechen kann. Auf den Busfahrten durch den Norden des Landes bekamen wir einen kleinen Eindruck und konnten ein paar Unterschiede zu Costa Rica feststellen: wir sahen viele Angehörige unterschiedlicher indigener Volksstämme, was an der dunklen Haut, der ganz anderen Gesichtszüge und an den traditionellen Kleidern erkennbar war. Verkehrsmittel sind wesentlich älter als in Costa Rica, vollgestopft wie so oft in Asien, auf dem Land leben die Einwohner Panamas oft sehr einfach.


Sicherheit auf Reisen:

Keine Vorkommnisse. In Peru haben wir uns zum ersten Mal auf der Weltreise wirklich unsicher gefühlt, da hier 2 bis 3 Überfälle im Monat auf Überlandbusse durch organisierte Banden stattfinden. Betroffen sind hauptsächlich sind alle Routen die über Lima laufen. Das war ein Grund, warum wir uns in Peru nicht wohl gefühlt haben.

Sonntag, 30. März 2014

Das Ausklingen der großen Reise am Strand von Cahuita

Ab morgen beginnt die Heimreise, zunächst Richtung Flughafen von Costa Rica und am nächsten Tag zum Flughafen und ab nach Deutschland.
Natürlich haben wir die letzten 4 Tage hier zum Ausklingen der Reise genutzt und jeder hat nochmal das gemacht, was er am liebsten macht: Tiere gucken und fotografieren (was deutlich an den Fotos erkennbar ist) im Nationalpark, am Strand abhängen, lecker essen, Cocktails trinken und in vollen Zügen das tropische Klima genießen. Das, was wir mit kurzen Unterbrechungen eigentlich schon seit 5 Wochen machen:-)
Hier in Cahuita und auch in vielen anderen Teilen Costa Ricas warten die Menschen, Tiere und Pflanzen auf Regen, heute war der Wasserstand im hoteleigenen Brunnen so niedrig, dass es kein Wasser mehr gibt. Das erste Mal seit 20 Jahren. Das Problem wird vorübergehend behoben, indem der Brunnen tiefer gegraben wird. Letzte Woche wurde der Ort mit Wasser von außerhalb beliefert, es gab einfach nichts mehr. Das hat schon fast Katastrophencharakter.
Wir sehen der Heimreise beide recht gelassen entgegen, es stellt sich komischerweise dasselbe Gefühl ein wie bei der Abreise vor 21 Monaten: Innere Ruhe gepaart mit Spannung vor dem, was kommen wird. Einen Unterschied gibt es jedoch: Dieses Mal wissen wir recht genau, was da auf uns zukommt. Das war vor und während der Reise an keinem einzigen Tag so.

Dienstag, 25. März 2014

Unterwegs in Costa Ricas Schutzgebieten

Nach den Erlebnissen an der Karibikküste wollten wir noch zwei weitere Ziele ansteuern. Zunächst ging es in ein Regenwaldgebiet im Landesinnern mit dem Namen Selva Verde. Das Gebiet grenzt im Norden an das beeindruckende, aber kaum zugängliche Braulio Carillo Schutzgebiet. Selva Verde schließt die Lücke zwischen Braulio Carillo und weiter nördlich liegenden Schutzgebieten. Dadurch wird ein durchgängiger Regenwaldkorridor u.a. für Puma und Jaguar von Nord nach Süd gebildet.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln fuhren wir reibungslos von Cahuita über Limon bis Puerto Viejo de Sarapiqui und schließlich noch 5 km bis zu unserer Lodge. Hier verbrachten wir 3 Nächte. Da der Zugang in den Primärwald nur mit Guide erlaubt war haben wir uns einer 2 stündigen Tour angeschlossen. Die Gruppe bestand nur aus sechs Personen und der Guide war sehr fachkundig, also war es auch für uns akzeptabel. Das Gebiet hier eignet sich gut, um sich in Bezug auf Regenwald weiterzubilden. In der Nähe gibt es auch eine Forschungsstation, wo man ebenfalls mit gut ausgebildeten Leuten Touren im Regenwald machen kann oder Seminare besucht.
In einem Stück sehr schönen Sekundärwaldes konnte man auch allein auf Entdeckungstour gehen. Wir konnten hier unterschiedliche Arten Giftpfeilfröschen, Tukane, einen Ameisenbär, Fledermäuse, interessante Vögel, Brüllaffen und Weißschulter-Kapuzineräffchen und ein paar sehr seltene grüne Aras sehen.
Nach den 3 Tagen ging es per Bus und Boot nach Tortuguero, einen kleinem Dorf im Tortuguero Nationalpark. Das Dorf ist Ausgangspunkt geführter Bootstouren in den Park. Im Zeitraum von Juli bis Oktober kommen die Grünen Meeresschildkröten zur Eiablage dort an den Strand. Aber Tortuguero ist das ganze Jahr über spannend. Wir haben eine Kanutour und eine Regenwaldwanderung mit einer deutschen Biologin in dem "amazonasartigen" Gebiet unternommen. Das Gebiet ist exzellent zur Vogelbeobachtung. Auch die seltenen grünen Aras haben wir wieder gesehen. Aber auch unterschiedliche Affenarten sind anzutreffen.
Costa Rica übernimmt in Bezug auf Naturschutz in Mittelamerika eine Vorreiterrolle. Dennoch sind nur etwa ein Viertel des Landes geschützt und auch im Detail besteht noch viel Nachbesserungsbedarf, wie zum Beispiel die verträgliche Vermarktung der Schutzgebiete. Auch bei der Bevölkerung fehlt oft noch das Verständnis. Zum Beispiel werden immernoch geschütze Wildtiere als Haustiere gehalten, obwohl es illegal ist und es recht hohe Strafen gibt. Oder seltene Leguane, deren Fleisch und Eier immer noch als Delikatesse gelten, werden gefangen, bei lebendigem Leib wird ihnen an jedem Fuß eine Kralle abgebrochen, herausgezogen und mit dem entstandenen Gewebefaden die Beine am Rücken zusammengebunden, damit sie beim Transport nicht flüchten können, alles illegal. Mit Bildern verschonen wir euch. Beschlagnahmte Tiere landen in Rescue Center zur Rehabilitierung.
In Costa Rica gibts es also dennoch viel zu tun, die treibende Kraft kommt viel zu oft aus Europa und nicht aus dem Land selbst.

Freitag, 21. März 2014

Erlebnisse an der Karibikküste von Costa Rica

Nach 3 Wochen Strand-Hopping an Pazifik- und Karibikküste wurde es langsam mal Zeit für ein wenig Programm. Zurück in Costa Rica fuhren wir 1 Tag mit uralten Fahrrädern am Strand entlang von Puerto Viejo nach Manzanillo und klapperten alle möglichen Strände ab. Mein Vorderrad eierte, beide Räder hatten keine Gangschaltung und nur Rücktrittbremse mit einem Bremsweg von mindestens 10m. Wir hatten viel Spaß:-) Manzanillo wurde uns von einigen Reisenden empfohlen, da es noch sehr ursprünglich sei und nur wenig touristische Infrastruktur vorhanden sei. Das stimmt so, allerdings wollen sich das auch sehr viele andere anschauen und der Strand dort war dann doch recht voll. Nachdem ich mir mein erstes mehr als 50g schweres Souvenir gekauft hatte (jetzt oder nie - wir müssen den Kram ja nun nicht mehr um die halbe Welt tragen), fuhren wir wieder zurück.
Am nächsten Tag besuchten wir den Cahuita Nationalpark. Eine kleine Landzunge bei Cahuita, die voller Tiere steckt. Mit ein wenig Geduld und einem guten Auge sieht man hier sehr viel: Affen, Schlangen, Waschbären, Stachelrochen, bunte Echsen uvm. Wir hatten Glück und haben sehr viele Tiere gesehen. Und wenn mal keins ins Sicht war, konnte man sich an dem kilometerlangen weißen Palmenstrand sattsehen.
Wiederum einen Tag später besuchten wir das Jaguar Rescue Centre in Puerto Viejo im Rahmen einer Privatführung, eine Auffangstation für verletzte Tiere mit dem Ziel, diese Tiere langsam wieder auszuwildern. Ein erfolgreiches Projekt, was uns unglaublich begeistert hat. Während der Führung kommt man in sehr nahen Kontakt mit den Tieren, darf Tierbabys streicheln und halten, Affen und Tukane füttern und erfährt jede Menge über das Leben der einzelnen Tiere. Diese Besuch reiht sich in die Highlights unserer langen Reise ein.Wer hat schonmal mehrere Brüllaffen im Arm und darf knuddeln?:-)
Während dieser Zeit wohnten wir in der El Tucan Lodge mitten im Urwald. Auf dem Anwesen, einer alten Kakaoplantage (der wächst noch überall und wir durften probieren), sahen wir einige teilweise giftige Schlangen, Faultiere, Waldhühner, Agoutis, Frösche, Tukane uvm. Wir durften bei der Rettung einer 1.5m langen Boa zuschauen, die sich in einem Zaun verfangen hatte, nachdem sie das Gänsenest geplündert hatte. Dieser Boa begegneten wir dann wieder im Rescue Centre, wo sie aufgrund ihrer Verletzungen mit Antibiotika behandelt wurde. Jeden Morgen wird man gegen 5.45 Uhr von Brüllaffen geweckt und nach und nach wachen dann Vögel und Insekten auf, die einen Heidenlärm machen.

In den letzten Wochen haben wir uns immer mal wieder Gedanken über unsere Rückkehr gemacht und schlussendlich auch einen Flug gebucht. Die letzten Tage unserer Weltreise sind nun ebenfalls geplant. Ca. 5 Tage werden wir nun noch ein wenig durch das Land reisen und die Reise anschließend an die Karibikküste ausklingen lassen.

Donnerstag, 20. März 2014

Das Ende der Reise...

...ist plötzlich erschreckend nahe.
Gestern haben wir unseren letzten Weltreise-Flug gebucht. Am 1.04.2014 werden wir auf deutschem Boden landen. Nach 21 Monaten Weltreise. Wir haben unseren Traum gelebt. Und bringen neue Träume mit nach Hause:-)

Montag, 17. März 2014

Bocas del Toro - Vom Pazifik in die Karibik

Einige Tage haben wir auf der Isla Colon im Archipel Bocas del Toro verbracht. Die lange Anreise in die Karibik mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Golfito auf der Pazifikseite Costa Ricas war einfach und verlief reibungslos. Die vollgestopften Busse erinnerten uns an das Reisen Südostasien:). Zu guter Letzt ging es mit dem Boot nach Bocas Town auf der Isla Colon. Die etwas abstoßend wirkende Aussteigerenklave Bocas Town kann man höchstens als Ankunfts- und Versorgungsstation empfehlen. Von dort aus besuchten wir den schönen Red Frog Beach auf der Isla Bastimentos. Rote Pfeilgiftfrösche, die es dort geben soll, konnten wir auch hier nicht entdecken. Die Hoffnung stirbt zu letzt:).
Wir verbrachten dann ein paar Tage in einer abseits gelegenen Lodge in der Nähe des kilometerlangen Bluff Beach, mit sehr schönen Blick auf eine Bucht. Das Meer rauschte hier so laut, dass man es sogar durch die Ohrenstöpsel gehört hat:) .
Hier haben wir zum ersten Mal Brüllaffen gesehen, die man sonst nur von Weitem hört. Heute ging es dann weiter auf der Karibikseite nach Costa Rica per Boot, Minivan und zu Fuß über eine alte zerfallende Eisenbahnbrücke, die die Grenze darstellt.
Momentan sind wir etwas südlich von Puerto Viejo in einer Jungle Lodge.
Morgen ist etwas Bewegung angesagt. Mit ein zwei uralten Rädern solls nach Manzanillo gehen, einem noch sehr ursprünglichen Dörfchen an der Karibikküste.
Der Küsten könnten nicht unterschiedlicher sein. vor allem die Städte und Menschen jedoch völlig anders. Hier ist Karibik pur: bunte Holzhütten, Rastafaris, Aussteiger und jeder zweite fragt, ob du etwas rauchen willst oder etwas hast. Manche können selbst das nicht mehr artikulieren:). Während das Leben an der pazifischen Küste schon vor 6 Uhr beginnt geht hier vor 7-8 Uhr nicht viel und dann gehts erstmals ganz langsam weiter. Wir hatten am Pazifik öfter Unterkünfte, in denen es zwischen 7 und 7.30 Uhr oder 7.15 und 8.00 Uhr Frühstück gab. Hier fängt man damit eher mal ab 8 Uhr an und hat dafür dann auch bis mindestens 10 Uhr Zeit.

Dienstag, 11. März 2014

Piedras Blancas und die Weiterreise in die Karibik

Nach drei schönen Tagen im Piedras Blancas Reservat, sind wir gestern mit dem Boot in den kleinen Küstenort Golfito gefahren. Im Reservat hatten wir im Garten einer Lodge gezeltet, die nur per Boot erreichbar ist. Wir wurden nachts von Krabben besucht, die in unserem Vorzelt übernachtet haben. Einmal mußten wir unser Zelt umbauen, da wir auf einer Ameisenstraße standen. Wir haben uns mit einem ehemaligen Zoopapagei aus San Jose angefreundet, der keine rechte Lust auf Auswilderung hat. Außerdem haben wir Tukane, Klammeraffen, einen Nasenbären und Delphine gesehen. Wir haben eine Kanutour in die Mangroven unternommen und schöne Sonnenuntergänge genossen. Wir haben beschlossen, dass wir hier nicht das letzte Mal waren....
Morgen geht es mit dem Bus zur Grenze nach Panama. In Panama fahren wir an die Karibikküste, wo wir in ein paar Tagen wieder nach Costa Rica einreisen werden. Der Weg über Panama in die Karibik ist kürzer, als der Weg durch Costa Rica. In Panama liegt das Inselarchipel Bocas del Toro am Weg. Das werden wir uns bei der Gelegenheit mal anschauen.

Donnerstag, 6. März 2014

Lodges in Costa Rica

Von Drake Bay ließen wir uns per Taxi durch den Dschungel nach Puerto Jimenez bringen, eine kleine Ortschaft mit ein paar Unterkünften, Läden und Restaurants am Meer. Mitten im Ort sind Mangroven, in denen sich Krokodile tummeln. Dafür läuft man einen kleinen Pfad in die Mangroven und mit ein bißchen Glück sieht man sie. Das alles ohne Absperrung:-)
Am nächsten Morgen fuhren wir mit einem Truck ca. 2,5 Std. auf Schotterpiste nach Carate, von wo aus man noch ca. 3km am Strand entlang laufen muss, um zur La Leona Lodge zu gelangen - unsere Unterkunft für die darauffolgenden 2 Tage. Die Lodge ist wie viele Lodges hier ordentlich teuer, das Preis- Leistungsverhältnis stimmt eigentlich überhaupt nicht, aber die Lage ist wirklich einmalig, der Ozean wild, der Strand nahezu unberührt, die Anlage gepflegt, die Zelt-Bungalows sehr schön (mit Naturdusche!), gleich nebenan ist der Eingang zum Nationalpark und demensprechend vielen Tieren begegnet man auch auf den Trails und im Garten der Lodge: Affen, Tapire, Leguane, Vögel (u.a. Pelikane und Kolibris), bunte Frösche und Krabben. Der Nationalpark ist ein Muss, wenn man auf der Halbinsel ist und unbedingt empfehlenswert.
Wir erkundeten den Regenwald auf dem Grundstück der Lodge, machten Strandspaziergänge und faulenzten in den Hängematten der Lodge. Selbst von der Hängematte konnte man Affenbanden und Aras beobachten und den doch sehr lauten Geräuschen des Urwalds lauschen.
Gestern Vormittag liefen und fuhren wir dann die ganze Strecke wieder zurück, übernachteten nun noch einmal eine Nacht in Puerto Jimenez und werden in 2 Stunden dann von einem Boot abgeholt, das uns über den Golfo Dulce zur Saladero Lodge bringt. Diese Lodge befindet sich im Nationalpark Piedras Blancas direkt am Meer und ist nur per Boot erreichbar. Wir werden dort aus Kostengründen zelten und sind gespannt, was da nun als nächstes auf uns zukommt. Jede Lodge ist anders und je nach Reiseführer, Besitzer und Lage trifft man eher auf Europäer oder Nordamerikaner. Die Kosten sind ausschlaggebend dafür, welche Gäste in den Lodges Urlaub machen. Mal schauen, wie das Low Budget Camping auf einer eigentlich teuren Lodge so wird:-)

Sonntag, 2. März 2014

Abschied von Drake Bay - wir kommen wieder!

Knapp 1 Woche verbrachten wir in Drake Bay, lagen am Strand, gingen Baden, unternahmen Strandspaziergänge und erkundeten die Gegend hier. Beinahe täglich wurden wir von anderen Lodge-Gästen gefragt, welche Tour wir heute, gestern, morgen machen. Dass wir nur relaxen wollen, konnte hier niemand verstehen. Gestern fragte mich eine Kanadierin dann in dem Zusammenhang, ob wir denn nicht die Tiere sehen wollen?!
Sowohl beim Bungalow als auch unterwegs hatten wir jede Menge Tierbegegnungen: rote Aras, Tukane, Kapuzineräffchen, ein Faultier, jede Menge Vögel und Insekten (die dann meist nachts in unserem Bungalow. Wir hörten Brüllaffen ganz in der Nähe. Thomas hat Hunderte von Fotos gemacht - bis seine Speicherkarte kaputt ging. Das ist richtig ärgerlich. Mir ist das in Yucatan passiert - alles weg. Die Daten sind sicherlich noch da und wir hoffen auf Rettung von einem Fachmann in Deutschland. Letztendlich trägt man die Erinnerungen mit sich, aber Fotos sind nunmal unser einziges Souvenir und beide Reiseabschnitte und dazugehörigen Fotos gehören zu den ganz besonderen...

Heute brechen wir auf zu einem anderen Standort hier auf der Osa-Halbinsel. Dort waren wir vor 6 Jahren mal und es erschien mir damals wie der schönste Fleck der Erde. Ob der nun nach der Weltreise noch mithalten kann?;-) Die Chancen stehen nicht schlecht.

Fest steht: wir waren nicht das letzte Mal in Costa Rica. Das können wir schon jetzt sagen. Obwohl unser Motto eigentlich immer war: Die Welt ist zu groß um immer an demselben Ort Urlaub zu machen.

Donnerstag, 27. Februar 2014

Auf zum Ende des Regenbogens

Am 24. Februar war endlich unser Flug über Bogota nach San Jose in Costa Rica. Am Flughafen war alles noch beim Alten (Wir waren vor 6 Jahren schon mal hier). Die Landung war eine recht wackelige Angelegenheit, das hatten wir so noch nicht. Obwohl man ein Weiterflugticket zur Einreise benötigt, wurde nichts kontrolliert und wir haben den 90 Tage Stempel im Pass. Vorsorglich hatten wir einen Phantomflug von San Jose nach Panama bei der gleichen Airline gebucht und durch einen genialen Trick insgesamt sogar weniger gezahlt als nur für den Flug nach San Jose. Ich verstehe immer noch nicht ganz, wie die ihre Fluggesellschaften ihre Preise machen:). Egal. In San Jose angekommen gings dann erst mal zum Sansa Terminal, um einen Regionalflug nach Drake Bay im Süden zu bezahlen, die Internetbuchungsmaschine funktioniert bei Sansa immer noch nicht. Zwei Nächte waren wir in San Jose und haben im neuen Walmart sogar eine Schraubgaskartusche bekommen. Am Montag ging es dann mit einer einmotorigen Propellermaschine in etwa 45 Minuten nach Drakebay auf der Osa Halbinsel. In unserem Costa Rica Urlaub vor sechs Jahren sind wir auf der Piste von Drakebay zwischengelandet und hatten beschlossen das nächste Mal hierherzukommen. Drakebay liegt am nördlichen Rand des Corcovado Nationalparks. Im Park wächst primärer Regenwald, den wir damals auf einer 3-tägigen Trekkingtour, unsere erste, durchquert hatten. Seit Februar 2014 darf man den zweitgrößten Nationalpark leider nur noch mit (teurem)) Guide betreten, weshalb er diesmal nicht auf dem Plan steht (die Guidegeschichte scheint ein weltweiter Trend zu sein). Die Drakebay kann man nur per Flugzeug, Bootsfahrt oder auf einer 40 km langen Holperpiste mit einigen Flußdurchquerungen errreichen. Nur wenige Menschen wohnen in der Gegend. Es gibt einen mehrere kilometerlangen traumhaften Strand, der Regenwald reicht oft bis zum Strand, kaum Touristen, so dass man abseits der wenigen Dorfhäuser den Strand für sich allein hat. Rote Arapärchen ziehen hoch über den Bäumen ihre Bahnen. Der Strand ist ohne zutun zu 99,9 % müllfrei. Mit unserer Lodge hatten wir auch großes Glück. Unser Bungalow liegt weit abseits der anderen, umgeben von Urwaldbäumen, so dass wir abends ungestört dem Urwaldkonzert lauschen können. Wir haben tollen Ausblick auf die Bucht und vor unserem Bungalow wohnt ein Faultier im Baum, das sich einmal am Tag bewegt und laut Wikipedia nur alle 8 Tage auf die Toilette am Boden geht.
Bis Sonntag werden wir noch hier bleiben.

Eigentlich war es zu erwarten. Die Osa Halbinsel mit CorcovadoNP und Umgebung ist für mich unangefochten der schönste auf herkömmlichen Wegen erreichbare Ort, an dem ich gewesen bin, und damit bisher für mich die Nr. 1 der Weltreise, der Ort am Ende des Regenbogens.