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Samstag, 4. Februar 2017
Liebster Award - Unsere Antworten
Wir wurden von comfortzoneless.de zum Liebster Award eingeladen. Hier sind unsere Antworten.
Backpacker, Flashpacker, Wanderer, Genießer, Kreuzfahrer, Wochenendtrippler, … Erzähl uns, wie bist du am liebsten unterwegs?
Wir haben auf unserer Weltreise so ziemlich alles ausprobiert. Am liebsten sind wir unabhängig und abseits der Touristenströme (Von Backpacker bis Pauschaltouris) unterwegs und am liebsten in der Natur. Je nach Land lässt sich das am besten mit Rad, Geländewagen, Campervan oder als Trekker bzw. Wanderer umsetzen. So kommt man fast überall hin. Natürlich gibt es auch Länder, bei denen das Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Erlebnis dazu gehört, wie z.B. in Südostasien. Für abgelegene Ziele kann man auch mal ein Tuktuk chartern.
Auf unserer Weltreise haben wir gelernt, wie wichtig es ist den Reisestil zu ändern, sonst wird die Reise schnell Alltag und Routine.
Ich glaube, Kreuzfahrtschiff ginge gar nicht! Wenn wir keinen Urlaub haben, machen wir gerne Wochenendtrips.
Was bedeutet für dich „Home Sweet Home“?
Das ist ein Rückzugsort, an dem man sich wohl fühlt und an dem man alles Unerwünschte draußen lassen kann. Das kann durchaus auch unterwegs sein, da wir ohnehin meistens zu zweit unterwegs sind.
Was war das außergewöhnlichste Essen, das du unterwegs je zu dir genommen hast?
Für uns als Europäer war das sicherlich die chinesische und südostasiatische Küche, vor allem Gerichte mit Insekten manchmal in Kombination mit Pommes 😊. Nicht ganz alltäglich sind auch die Gerichte auf unseren Trekkingtouren, bei denen wir unsere Energiezufuhr durch Zugabe von größeren Stücken Butter oder sogenannter Füllmasse in unsere Gerichte erhöhen. Aber da muss man durch 😊.
Die Mentalität welcher Menschen gefällt dir am besten? Und warum?
Die der Menschen, die in den Tag hinein leben, sich nicht ständig um ihre persönliche Zukunft sorgen, mit wenig zufrieden sind und nicht auf hohem Niveau jammern. Das macht einen sympathischer.
In welchen deiner Artikel hast du die meiste Zeit fürs Schreiben und Recherchieren gesteckt?
Hier wüsste ich keinen speziellen Reisebericht oder Blogeintrag, der sich besonders hervorhebt.
Unterwegs ohne Internetzugang. Ein Fluch oder Segen?
Internet ist zwar für die Recherche praktisch, macht aber das Reisen viel weniger spannend, da man vorher schon sieht, hört, oder liest, wie es irgendwo sein wird oder wo man schlafen wird.
Ich beneide die Reisenden vor dem Internetzeitalter, die einen verstaubten Reiseführer aufgetrieben haben, wenn überhaupt, und dann ohne die Reiseziele, Routen und Unterkünfte schon im Internet abzuchecken und zu wissen was kommt "unbekanntes" Gebiet erkundet haben. Da waren Backpacker noch richtige Backpacker 😊.
Zurück in die Gegenwart: Internet in Ortschaften ist ok. Internet in einer z.B. Urwaldlocation oder im Wüstencamp geht gar nicht, da man hierherkommt, um eine besondere Atmosphäre zu erleben und nicht den Leuten beim Skypen, Filme schauen oder Musikhören zuhören will.
Du kommst an deiner Reisedestination an und es regnet. Was machst du? Wie sieht dein Tag aus?
Kommt darauf an wo. In den Tropen wird das am Tagesablauf kaum etwas ändern. Auch wenn wir eine mehrtägige Wanderung, Trekkingtour oder Radtour geplant haben, werden wir vermutlich erst einmal loslegen. Erfahrungsgemäß wird es meistens besser. Wenn doch nicht, legt sich das schon auf die Stimmung, besonders in kühleren Gebieten wie Skandinavien, Neuseeland oder den Alpen.
Für wen oder was hättest du im Leben gern mehr Zeit?
Natürlich hätten wir gern mehr Zeit fürs Reisen, Fotografieren, Schreiben...
Was bringt dich auf die Palme?
Künstlicher und menschlicher Lärm. Seit unserer Weltreise sind wir echt empfindlich, was das betrifft 🙉.
Über welches Thema wolltest du schon lange einen Blogartikel schreiben, hast es aber bisher nicht geschafft?
Wir haben schon lange vor, unsere Weltreise mit dem Schreiben von Reiseberichten etwas aufzuarbeiten. Das ist bisher sehr unvollständig.
Welches Ziel hast du mit deinem Blog für 2017?
Da unser Blog sich auf unsere Weltreise bezieht, ruht er seit dem Ende der Reise. Momentan beschränkt sich das Reisen auf unseren Jahresurlaub und Wochenenden. Wir haben beschlossen aus unseren Urlaubsreisen, die eh viel zu kurz sind, nicht zu bloggen, um uns aufs Reisen zu konzentrieren und etwas Abstand von den Kommunikationsmedien zu halten.
Stattdessen laden wir nach dem Urlaub Bilder nach Instagram und schicken ab und zu Tweets bei Twitter.
Für 2017 haben wir uns zum Ziel gesetzt verstärkt Reiseberichte (nach der Reise und nicht als Live Blog) zu unseren Reise zu schreiben und auf unserer Website oder anderswo zu veröffentlichen.
Sonntag, 21. September 2014
Website überarbeitet und Weltreisekalender im Handel erhältlich
Unsere Website wurde überarbeitet www.weltreise-unlimited.de.
Jetzt mit der neuen Kategorie Weltreisekalender
Jetzt mit der neuen Kategorie Weltreisekalender
Dienstag, 9. September 2014
Unser neuer Kalender ist da!!!
Unser neuer Kalender "Eine Reise durch Yucatan" ist jetzt im Handel: Link zum Kalender
Außerdem erhältlich "Highlights einer Weltreise": Link zum Kalender
Außerdem erhältlich "Highlights einer Weltreise": Link zum Kalender
Sonntag, 24. August 2014
Jetzt im Handel: Unser Wandkalender "Highlights einer Weltreise"
Endlich:
Unser erster Kalender ist fertig: Highlights einer Weltreise (A2 - A5)
Erhältlich u.a. bei Amazon: Link zum Kalender
Unser erster Kalender ist fertig: Highlights einer Weltreise (A2 - A5)
Erhältlich u.a. bei Amazon: Link zum Kalender
Donnerstag, 19. Juni 2014
Erinnerungen an eine großartige Reise
Einige Wochen sind seit unserer Rückkehr nun vergangen, die Blog-Einträge werden immer weniger, die Reise ist definitiv zu Ende.
Uns bleiben die Erinnerungen. Wer ein wenig an unseren Erinnerungen teilhaben möchte, kann dies tun.
Unsere Homepage ist inzwischen komplett überarbeitet und bietet einen Überblick über unsere 21 monatige Weltreise, v.a. im Kapitel Reiseverlauf hat sich viel getan!: www.weltreise-unlimited.de
Auf unserem Twitter-Account kann man weiterhin die Stationen unserer Weltreise nochmal kurz und knapp miterleben, aktuell befinden wir uns mit unserem Review in Neuseeland: https://twitter.com/WeltreiseUL
Wir haben begonnen, Reiseberichte zu verfassen, derzeit findet man zwei davon in der Geo Reisecommunity:
Eine Radreise durch Yucatan
Laos. Eine abenteuerliche Bootsfahrt auf dem Nam Ou Fluss
Uns bleiben die Erinnerungen. Wer ein wenig an unseren Erinnerungen teilhaben möchte, kann dies tun.
Unsere Homepage ist inzwischen komplett überarbeitet und bietet einen Überblick über unsere 21 monatige Weltreise, v.a. im Kapitel Reiseverlauf hat sich viel getan!: www.weltreise-unlimited.de
Auf unserem Twitter-Account kann man weiterhin die Stationen unserer Weltreise nochmal kurz und knapp miterleben, aktuell befinden wir uns mit unserem Review in Neuseeland: https://twitter.com/WeltreiseUL
Wir haben begonnen, Reiseberichte zu verfassen, derzeit findet man zwei davon in der Geo Reisecommunity:
Eine Radreise durch Yucatan
Laos. Eine abenteuerliche Bootsfahrt auf dem Nam Ou Fluss
Mittwoch, 21. Mai 2014
Die 10 Flop-Spots unserer Weltreise
Wir haben die 10 Flop-Spots unserer Weltreise gewählt:
West Malaysia allgemein:
Bis auf wenige Ausnahmen nicht gerade unser Lieblingsland. Mit Plantagen überzogen, ganz vorne Palmöl. Der Regenwald musste fast komplett weichen. Übrig blieb fast nur der Nationalpark Taman Negara, Malaysias schlechtes Gewissen. Katastrophale Umweltpolitik, Ostmalaysia zieht leider kräftig nach.
Speziell diese Orte haben uns auch aus anderen Gründen u.a. wegen der schlechten Tourismuspolitik nicht gefallen:
Die Halbinsel Penang in Malaysia:
Die Halbinsel ist extrem touristisch und extrem verbaut mit hässlichen Hotels. In George Town gibt es viele Sauftouristen. Einzig und allein der kleine Nationalpark auf der Halbinsel ist einen Besuch wert.
Die Cameroon Highlands
Die kühle Hochlandsregion mit ihren Teeplantagen liegt wie Penyang am Backpacker Highway Malaysias. Dazu kommen Massen an Ausflüglern aus Kuala Lumpur. Cameroon Highlands sind sehr touristisch und überteuert. Es gibt schönere Dinge als auf Plantagen Urlaub zu machen.
Bali in Indonesien:
Die Insel Bali ist bekannt für ihre freundlichen Menschen. Als wir dort waren, waren diese wohl gerade nicht da. Stattdessen erleben wir eine hochgradig touristische und kommerzielle Urlaubsmaschine. Die Freundlichkeit der Menschen muss man hier mit vielen Rupiah bezahlen. Wenn der Rupiah nicht mehr rollt, ist man schnell unerwünscht. Das sind wohl die negativen Auswirkungen des Massentourismus Außerdem ist Bali eine Hochburg für Trinktouristen. Nach wenigen Tagen sind wir auf die Nachbarinsel Flores geflohen, eine unserer besten Entscheidungen.
Phuket in Thailand:
Für uns war Phuket nur Zwischenstation, wo wir ein paar Tage verbracht haben. Eigentlich wussten wir, was uns dort erwartet, wollten uns aber ein Bild davon machen. Phuket ist hochgradig touristisch, die Strände sind überfüllt und wenig schön und einladend. Für uns würde es sich nicht lohnen einen 10 Stunden für einen Urlaub dort auf sich zu nehmen. Phuket ist auch wieder Ziel Trinktouristen.
Great Sandy Nationalpark in Australien:
Eine lange Fahrt durch Forstwald an die australische Ostküste in einen Nationalpark, wo Touristen mit übergroßen Trucks am Strand entlang rasen, toller Nationalpark...
Rothenburg ob der Tauber in Deutschland:
Die Stadt lag auf unserer Europaradtour am Weg. Wir erlebten eine mit Touristen überlaufene und überteuerte Museumsstadt, oberflächlich und ohne Seele. Die Stadt wirkt, als wären die Einwohner zum Großteil in die Umgebung gezogen. Auch wir verließen schleunigst die Stadt.
Ungarischer Abschnitt des Donauradweges
Es fing vielversprechend an, ursprüngliche Dörfer, Spannung vor dem Ungewissen, nette Gegend.
Doch das änderte sich schnell: Der Radweg verlief dann auf vielbefahrenen Straßen durch graue, trostlose Orte. Die Donau sahen wir tagelang nicht. In Budapest haben wir dann abgebrochen. Dann gings nach Österreich durch die Alpen.
Goldcoast in Australien
Unvorstellbar überlaufene, überteuerte Urlaubsküste an der Ostküste Australiens. hinter dem Strand befinden sich große, hässliche Betonklötze mit Großstadtcharakter. Schnell weg von hier....
Peru
Überteuert, touristisch, gastunfreundliche Menschen, sehr unsicher, mindestens zwei Langstreckenbusüberfälle im Monat, es ist nur eine Frage der Zeit bis es einen erwischt. Erleichtert reisten wir danach in Chile ein. Ganz nett war aber Paracas und der angrenzende Nationalpark.
Luang Prabang in Laos
Die Stadt ist eines der beliebtesten Touristenziele in Laos. Uns präsentiert sich eine vollkommen unauthentische, mit Touristen überfüllte Stadt. Die Touristen sammeln sich in den Lonley Planet Cafes. Der Markt und Nachtmarkt ist zu einem Touristenmarkt entartet. Der für Luang Prabang bekannte Bettelgang der Mönche ist zu einem Showspektakel entartet. Die Möchnche fliehen bereits in die Außenbezirke von Luang Prabag. Auch für uns hieß es, schnell weg von hier.
Bocas Town in Panama
Furchtbare, heruntergekommene Außsteigerstadt auf den Bocas del Toro in Panama.
Auch interessant : Die 10 Top-Spots unserer Weltreise
West Malaysia allgemein:
Bis auf wenige Ausnahmen nicht gerade unser Lieblingsland. Mit Plantagen überzogen, ganz vorne Palmöl. Der Regenwald musste fast komplett weichen. Übrig blieb fast nur der Nationalpark Taman Negara, Malaysias schlechtes Gewissen. Katastrophale Umweltpolitik, Ostmalaysia zieht leider kräftig nach.
Speziell diese Orte haben uns auch aus anderen Gründen u.a. wegen der schlechten Tourismuspolitik nicht gefallen:
Die Halbinsel Penang in Malaysia:
Die Halbinsel ist extrem touristisch und extrem verbaut mit hässlichen Hotels. In George Town gibt es viele Sauftouristen. Einzig und allein der kleine Nationalpark auf der Halbinsel ist einen Besuch wert.
Die Cameroon Highlands
Die kühle Hochlandsregion mit ihren Teeplantagen liegt wie Penyang am Backpacker Highway Malaysias. Dazu kommen Massen an Ausflüglern aus Kuala Lumpur. Cameroon Highlands sind sehr touristisch und überteuert. Es gibt schönere Dinge als auf Plantagen Urlaub zu machen.
Bali in Indonesien:
Die Insel Bali ist bekannt für ihre freundlichen Menschen. Als wir dort waren, waren diese wohl gerade nicht da. Stattdessen erleben wir eine hochgradig touristische und kommerzielle Urlaubsmaschine. Die Freundlichkeit der Menschen muss man hier mit vielen Rupiah bezahlen. Wenn der Rupiah nicht mehr rollt, ist man schnell unerwünscht. Das sind wohl die negativen Auswirkungen des Massentourismus Außerdem ist Bali eine Hochburg für Trinktouristen. Nach wenigen Tagen sind wir auf die Nachbarinsel Flores geflohen, eine unserer besten Entscheidungen.
Phuket in Thailand:
Für uns war Phuket nur Zwischenstation, wo wir ein paar Tage verbracht haben. Eigentlich wussten wir, was uns dort erwartet, wollten uns aber ein Bild davon machen. Phuket ist hochgradig touristisch, die Strände sind überfüllt und wenig schön und einladend. Für uns würde es sich nicht lohnen einen 10 Stunden für einen Urlaub dort auf sich zu nehmen. Phuket ist auch wieder Ziel Trinktouristen.
Great Sandy Nationalpark in Australien:
Eine lange Fahrt durch Forstwald an die australische Ostküste in einen Nationalpark, wo Touristen mit übergroßen Trucks am Strand entlang rasen, toller Nationalpark...
Rothenburg ob der Tauber in Deutschland:
Die Stadt lag auf unserer Europaradtour am Weg. Wir erlebten eine mit Touristen überlaufene und überteuerte Museumsstadt, oberflächlich und ohne Seele. Die Stadt wirkt, als wären die Einwohner zum Großteil in die Umgebung gezogen. Auch wir verließen schleunigst die Stadt.
Ungarischer Abschnitt des Donauradweges
Es fing vielversprechend an, ursprüngliche Dörfer, Spannung vor dem Ungewissen, nette Gegend.
Doch das änderte sich schnell: Der Radweg verlief dann auf vielbefahrenen Straßen durch graue, trostlose Orte. Die Donau sahen wir tagelang nicht. In Budapest haben wir dann abgebrochen. Dann gings nach Österreich durch die Alpen.
Goldcoast in Australien
Unvorstellbar überlaufene, überteuerte Urlaubsküste an der Ostküste Australiens. hinter dem Strand befinden sich große, hässliche Betonklötze mit Großstadtcharakter. Schnell weg von hier....
Peru
Überteuert, touristisch, gastunfreundliche Menschen, sehr unsicher, mindestens zwei Langstreckenbusüberfälle im Monat, es ist nur eine Frage der Zeit bis es einen erwischt. Erleichtert reisten wir danach in Chile ein. Ganz nett war aber Paracas und der angrenzende Nationalpark.
Luang Prabang in Laos
Die Stadt ist eines der beliebtesten Touristenziele in Laos. Uns präsentiert sich eine vollkommen unauthentische, mit Touristen überfüllte Stadt. Die Touristen sammeln sich in den Lonley Planet Cafes. Der Markt und Nachtmarkt ist zu einem Touristenmarkt entartet. Der für Luang Prabang bekannte Bettelgang der Mönche ist zu einem Showspektakel entartet. Die Möchnche fliehen bereits in die Außenbezirke von Luang Prabag. Auch für uns hieß es, schnell weg von hier.
Bocas Town in Panama
Furchtbare, heruntergekommene Außsteigerstadt auf den Bocas del Toro in Panama.
Auch interessant : Die 10 Top-Spots unserer Weltreise
Donnerstag, 8. Mai 2014
Die 10 Top-Spots unserer Weltreise
Wir haben die 10 Top-Spots unserer 21 monatigen Weltreise gewählt.
Zehn besondere und wunderschöne Flecken Erde, an die wir uns ohne langes Nachdenken gerne erinnern:
Osa Halbinsel in Costa Rica: Im Zentrum der Corcovado Nationalpark: Regenwald, wunderschöne Strände, der Ort am Ende des Regenbogens.
Valle de los Cirios in Mexiko: der Kakteenwald in einer teils felsigen Wüstenlandschaft auf der Baja California, in Worten nicht zu beschreiben.
Namib-Naukluft Park in Namibia: sehr schöne, weitläufige, teils mystische Landschaft, verspricht Afrika Feeling, tolle Camping Stellen und Sonnenuntergänge aus dem Bilderbuch. Und das Beste: gehört nicht zu den Haupt-Touristenzielen.
Ko Chang in Thailand: noch sehr ursprüngliche thailändische Insel vor der südthailändischen Küste (nicht zu verwechseln mit Ko Chang im thailändischen Golf). In der traumhaften Kulisse mit tollen Stränden und Dschungel kann man hier weit ab von den Touristenströmen die Seele baumeln lassen. Hier vergisst man die Zeit.
Lavena in Fiji: ursprüngliches Dörfchen am Ende der Straße auf der Insel Taveuni. Ein traumhafter langer Strand und Regenwald im Hinterland, selten verirrt sich ein Tourist dort hin.
Kinabatangan in Malaysia: Letztes Paradies im durch Palmölplantagen verwüsteten Sabah auf Borneo. Der Fluß Kinabatangan mit seinen Verästellungen ist u.a. Heimat der Nasenaffen, Waldelefanten und Orang Utans, die ihm den Status eines Top-Spots verleihen.
Kakadu Nationalpark in Australien: Grandiose Buschlandschaft, Australien aus dem Bilderbuch und jede Menge Krokodile.
Uluru-Kata-Tjuta Nationalpark in Australien: Absolut mystischer Ort und grandiose Landschaft sowohl am Ayers Rock als auch bei den Olgas, trotz zahlreicher Touristen.
Zentral-Kalahari-Wildtier-Reservat in Botswana. Afrika pur, riesige Weiten, hunderte Kilometer Tiefsandpisten, einsame und abgelegene Campsites inmitten der Wildnis, tolle Landschaft, einmaliges Erlebnis und kaum Touristen .
Atacama Wüste in Peru und Chile: die trockenste Wüste der Welt überzeugt mit einer sehr beeindruckende Landschaft mit einer Nord-Süd Ausdehnung von etwa 1200 km.
Demnächst im Blog: Die 10 Flop-Spots und die 10 Top Erlebnisse unserer Weltreise.
Zehn besondere und wunderschöne Flecken Erde, an die wir uns ohne langes Nachdenken gerne erinnern:
Osa Halbinsel in Costa Rica: Im Zentrum der Corcovado Nationalpark: Regenwald, wunderschöne Strände, der Ort am Ende des Regenbogens.
Valle de los Cirios in Mexiko: der Kakteenwald in einer teils felsigen Wüstenlandschaft auf der Baja California, in Worten nicht zu beschreiben.
Namib-Naukluft Park in Namibia: sehr schöne, weitläufige, teils mystische Landschaft, verspricht Afrika Feeling, tolle Camping Stellen und Sonnenuntergänge aus dem Bilderbuch. Und das Beste: gehört nicht zu den Haupt-Touristenzielen.
Ko Chang in Thailand: noch sehr ursprüngliche thailändische Insel vor der südthailändischen Küste (nicht zu verwechseln mit Ko Chang im thailändischen Golf). In der traumhaften Kulisse mit tollen Stränden und Dschungel kann man hier weit ab von den Touristenströmen die Seele baumeln lassen. Hier vergisst man die Zeit.
Lavena in Fiji: ursprüngliches Dörfchen am Ende der Straße auf der Insel Taveuni. Ein traumhafter langer Strand und Regenwald im Hinterland, selten verirrt sich ein Tourist dort hin.
Kinabatangan in Malaysia: Letztes Paradies im durch Palmölplantagen verwüsteten Sabah auf Borneo. Der Fluß Kinabatangan mit seinen Verästellungen ist u.a. Heimat der Nasenaffen, Waldelefanten und Orang Utans, die ihm den Status eines Top-Spots verleihen.
Kakadu Nationalpark in Australien: Grandiose Buschlandschaft, Australien aus dem Bilderbuch und jede Menge Krokodile.
Uluru-Kata-Tjuta Nationalpark in Australien: Absolut mystischer Ort und grandiose Landschaft sowohl am Ayers Rock als auch bei den Olgas, trotz zahlreicher Touristen.
Zentral-Kalahari-Wildtier-Reservat in Botswana. Afrika pur, riesige Weiten, hunderte Kilometer Tiefsandpisten, einsame und abgelegene Campsites inmitten der Wildnis, tolle Landschaft, einmaliges Erlebnis und kaum Touristen .
Atacama Wüste in Peru und Chile: die trockenste Wüste der Welt überzeugt mit einer sehr beeindruckende Landschaft mit einer Nord-Süd Ausdehnung von etwa 1200 km.
Demnächst im Blog: Die 10 Flop-Spots und die 10 Top Erlebnisse unserer Weltreise.
Dienstag, 29. April 2014
Neue Bilder, Zwischenbilanzen und Twitter
Wir haben jede Menge neuer Wildlife Bilder hochgeladen zu finden im Album Wildlife-Selection 2 in unseren Fotos!!!
Wir sind auch bei Twitter vertreten unter dem Namen @weltreiseUL , wo wir zur Zeit einen Weltreise Review twittern. Also anmelden und folgen, oder in der Sidebar unseres Blogs nachschauen!!!
Hier sind die Links zu unseren Zwischenbilanzen, in denen ihr unter Anderem Reisekosten, unsere Einschätzungen zu unterschiedlichen Themen zu den jeweiligen Reiseabschnitten, unsere Lieblingsländer, usw. findet:
Dranbleiben lohnt sich!!!
Donnerstag, 17. April 2014
weltreise-unlimited Rückschau
Eine Weltreise in 21 Monaten. Wir kündigten unsere Arbeitsstellen, sämtliche Verträge, verkauften unsere Autos und machten uns am 1. Juli 2012 ohne Verpflichtungen auf den Weg. Wir entschieden uns bewusst dafür, die Reisedauer offen zu lassen. Unser Budget sollte nach unseren Berechnungen mindestens für eine 18monatige Reise auf unserer Wunsch-Reiseroute ausreichen. Wir haben mehr als 2 Jahre gespart, unsere Ausrüstung gekauft und an unserem Reiseverlauf geplant. Wir waren voller Vorfreude, hatten aber dennoch wenige Vorstellungen davon, was da tatsächlich auf uns zukommt. Wir wussten nicht, wie ist es, länger als 3,5 Wochen auf Reisen zu sein, mit jeweils nur einem Rucksack und kleinem Budget, ohne Wohnsitz, ohne die gewohnte Sicherheit in uns unbekannten Kulturen und rund um die Uhr zu zweit. Wird einem das nicht irgendwann zuviel? Sehnt man sich nicht nach einer Rückzugsmöglichkeit, nach ein bisschen Luxus, nach einem Zuhause? Ja, ab und an sehnt man sich danach, aber man hat auf einer solchen Reise viele andere Dinge, die das ausgleichen, nicht zuletzt die Freiheit das zu tun, auf was man gerade Lust hat (sofern man es sich leisten kann/möchte). Wir gewöhnten uns recht schnell an einen bescheidenen Lebensstil und improvisierten, wenn uns etwas fehlte. Was wir allerdings erst lernen mussten, war, uns treiben zu lassen. Die ersten Monate verliefen (auch wegen notwendiger Vorausbuchungen und vom Reiseland verlangter Weiterflugtickets) stark nach Plan, erst in Asien reisten wir spontaner, richteten uns aber weiterhin nach unseren ursprünglichen Wunschreisezielen. Nach etwa 11 Monaten wichen wir vollständig von unserem Reiseplan ab, taten das, worauf wir gerade Lust hatten. Andere Länder, neue Reisearten – je länger wir unterwegs waren, umso besser wussten wir, was uns interessiert und bei Laune hält. Aber auch etwas anderes wurde uns klar: Eine Weltreise ist körperlich und psychisch anstrengend. Seien es lange und unbequeme Busfahrten, ständige Wartezeiten, schlechte Unterkünfte, Zelten bei schlechtem Wetter, Grenzerfahrungen auf Trekkingtouren und beim Radfahren oder das permanente Aufpassen auf Wertsachen. Wenn man dann noch krank wird oder das Reiseland nicht gefällt, vergeht einem auch mal die Lust am Reisen. Dennoch: Wann hat man schon mal die Möglichkeit, so etwas zu machen? Wir verloren unsere Motivation nie ganz und durch eine (manchmal auch starke) Veränderung fanden wir wieder zurück zu unserer Abenteuerlust.
Wir reisten in Flugzeugen, Bussen, Zügen, Schiffen und Booten, Mietwagen, auf unseren Fahrrädern und zu Fuß.
Zu Fuß auf Trekkingtouren oder zwischen zwei Reisezielen war mit dem vollgepackten Rucksack eine wahnsinnig anstrengende Angelegenheit, die uns jedoch in Gegenden weit ab der Zivilisation inmitten grandioser Landschaften geführt und am Ende auch Stolz gemacht hat.
Die fast 7000km auf unseren Fahrrädern waren weniger schmerzhaft als gedacht:-) Radreisen ist für uns die intensivste und interessanteste Art, ein Land kennen zu lernen. Solange man nicht überwiegend auf schlechten Schotter- und Sandpisten unterwegs ist – die treiben uns in den Wahnsinn.
Mit einem Mietwagen kann man individuell wesentlich größere Strecken zurücklegen. Er ist manchen Ländern unverzichtbar und wir hatten damit immer wieder eine tolle Zeit. In Afrika hatten wir im Auto aber auch oft das Gefühl, wie vor einem Fernseher zu sitzen: Landschaften rauschen an einem vorbei, Tiere laufen vor die Mattscheibe. Und das lange Sitzen ist auch nicht zu unterschätzen.
Auf Schiffen und Booten waren wir immer sehr gerne unterwegs, auch wenn diese Reiseart am wenigsten komfortabel war. Die Weiten des Ozeans oder auch Kanu-/Bootstouren durch Naturreservate faszinieren uns immer wieder.
Busse und Flugzeuge waren SEHR unterschiedlich, von komfortabel bis Brett haben wir alles getestet. Von Preis und Reputation der Fluggesellschaft kann man übrigens keinen Rückschluss auf Sitzkomfort und Service schließen.
Wir sind dankbar, dass wir unsere Weltreise so machen konnten wie wir es wollten: dass wir nicht krank wurden, dass nichts Schlimmes passiert ist, dass wir nicht ausgeraubt wurden. All das hatten wir mit einkalkuliert und uns soweit möglich entsprechend vorbereitet. Wir haben Erfahrungen gemacht, die wir uns vor unserer Abreise nicht zugetraut hätten (z.B. unsere Radreisen), haben uns aber auch gebremst, wenn eine Unternehmung zu risikoreich war (z.B. bei Naturkatastrophen).
Und jetzt? Jetzt gehen wir unseren Weg weiter. Wir haben uns bewusst für eine Rückkehr nach Deutschland entschieden und werden uns nun so langsam wieder einfinden: Arbeit suchen, Wohnung suchen, Auto kaufen, Alltag leben. In den nicht mal zwei Jahren hat sich viel getan in Deutschland und obwohl wir die Nachrichten verfolgt haben, staunen wir manchmal nicht schlecht über Neuerungen. Wir freuen uns auf das was kommt. Und das Reisefieber? Das werden wir wohl nie mehr los. Jetzt wartet Deutschland und Europa auf uns: an Wochenenden, Feiertagen, im Urlaub. Unser neues Projekt ist ein kleines Campingauto. Und neue Fahrräder:-)
Wir reisten in Flugzeugen, Bussen, Zügen, Schiffen und Booten, Mietwagen, auf unseren Fahrrädern und zu Fuß.
Zu Fuß auf Trekkingtouren oder zwischen zwei Reisezielen war mit dem vollgepackten Rucksack eine wahnsinnig anstrengende Angelegenheit, die uns jedoch in Gegenden weit ab der Zivilisation inmitten grandioser Landschaften geführt und am Ende auch Stolz gemacht hat.
Die fast 7000km auf unseren Fahrrädern waren weniger schmerzhaft als gedacht:-) Radreisen ist für uns die intensivste und interessanteste Art, ein Land kennen zu lernen. Solange man nicht überwiegend auf schlechten Schotter- und Sandpisten unterwegs ist – die treiben uns in den Wahnsinn.
Mit einem Mietwagen kann man individuell wesentlich größere Strecken zurücklegen. Er ist manchen Ländern unverzichtbar und wir hatten damit immer wieder eine tolle Zeit. In Afrika hatten wir im Auto aber auch oft das Gefühl, wie vor einem Fernseher zu sitzen: Landschaften rauschen an einem vorbei, Tiere laufen vor die Mattscheibe. Und das lange Sitzen ist auch nicht zu unterschätzen.
Auf Schiffen und Booten waren wir immer sehr gerne unterwegs, auch wenn diese Reiseart am wenigsten komfortabel war. Die Weiten des Ozeans oder auch Kanu-/Bootstouren durch Naturreservate faszinieren uns immer wieder.
Busse und Flugzeuge waren SEHR unterschiedlich, von komfortabel bis Brett haben wir alles getestet. Von Preis und Reputation der Fluggesellschaft kann man übrigens keinen Rückschluss auf Sitzkomfort und Service schließen.
Wir sind dankbar, dass wir unsere Weltreise so machen konnten wie wir es wollten: dass wir nicht krank wurden, dass nichts Schlimmes passiert ist, dass wir nicht ausgeraubt wurden. All das hatten wir mit einkalkuliert und uns soweit möglich entsprechend vorbereitet. Wir haben Erfahrungen gemacht, die wir uns vor unserer Abreise nicht zugetraut hätten (z.B. unsere Radreisen), haben uns aber auch gebremst, wenn eine Unternehmung zu risikoreich war (z.B. bei Naturkatastrophen).
Und jetzt? Jetzt gehen wir unseren Weg weiter. Wir haben uns bewusst für eine Rückkehr nach Deutschland entschieden und werden uns nun so langsam wieder einfinden: Arbeit suchen, Wohnung suchen, Auto kaufen, Alltag leben. In den nicht mal zwei Jahren hat sich viel getan in Deutschland und obwohl wir die Nachrichten verfolgt haben, staunen wir manchmal nicht schlecht über Neuerungen. Wir freuen uns auf das was kommt. Und das Reisefieber? Das werden wir wohl nie mehr los. Jetzt wartet Deutschland und Europa auf uns: an Wochenenden, Feiertagen, im Urlaub. Unser neues Projekt ist ein kleines Campingauto. Und neue Fahrräder:-)
Sonntag, 13. April 2014
266 Blogeinträge - eine kleine Reisestatistik
Unsere Weltreise führte uns in 21 Monaten (= 92 Wochen = 639 Tage = 15336 Stunden) durch 21 Länder. Insgesamt legten wir dabei unglaubliche 150.000km in Flugzeug, Autos, Bussen, Schiffen, Betten, Zügen, auf dem Fahrrad und zu Fuß zurück. 150.000km - das ist der fast 4fache Umfang unserer Erde!
Ein paar interessante und lustige Fakten:
In den letzten 21 Monaten saßen wir
421 Stunden auf den Satteln unserer Fahrräder
340 Stunden in Bussen (von Pritsche auf Kleinlaster bis Luxusreisebus)
144 Stunden im Flugzeug auf 34 Flügen
85 Stunden auf Schiffen und Booten
Von den 639 Tagen schliefen wir
380 Nächte in Unterkünften
150 Nächte in unserem Zelt
98 Nächte im Bett eines Mietwagens (Campervan, Dachzelt)
11 Nächte in Verkehrsmitteln (Flugzeug, Bus, Schiff)
Wir testeten ca. 175 Betten/Matratzen unterschiedlichster Qualität – nichts ist mehr zu hart, zu weich oder zu durchgelegen. Einzig auf unhygienischen Betten können wir noch immer nicht gut schlafen, aber auch hier haben wir unsere Tricks.
Und hier noch was zum Staunen: mit 2 Fotoapparaten entstanden in den 21 Monaten 32500 Fotos. Das macht ca. 780 Fotos pro Monat pro Person. Also eigentlich gar nicht so ungewöhnlich, aber die Gesamtzahl flößt uns Respekt ein. Es gibt viel zu tun:-)
Ein paar interessante und lustige Fakten:
In den letzten 21 Monaten saßen wir
421 Stunden auf den Satteln unserer Fahrräder
340 Stunden in Bussen (von Pritsche auf Kleinlaster bis Luxusreisebus)
144 Stunden im Flugzeug auf 34 Flügen
85 Stunden auf Schiffen und Booten
Von den 639 Tagen schliefen wir
380 Nächte in Unterkünften
150 Nächte in unserem Zelt
98 Nächte im Bett eines Mietwagens (Campervan, Dachzelt)
11 Nächte in Verkehrsmitteln (Flugzeug, Bus, Schiff)
Wir testeten ca. 175 Betten/Matratzen unterschiedlichster Qualität – nichts ist mehr zu hart, zu weich oder zu durchgelegen. Einzig auf unhygienischen Betten können wir noch immer nicht gut schlafen, aber auch hier haben wir unsere Tricks.
Und hier noch was zum Staunen: mit 2 Fotoapparaten entstanden in den 21 Monaten 32500 Fotos. Das macht ca. 780 Fotos pro Monat pro Person. Also eigentlich gar nicht so ungewöhnlich, aber die Gesamtzahl flößt uns Respekt ein. Es gibt viel zu tun:-)
Freitag, 11. April 2014
Weltreise-Unlimited Zwischenbilanz 4
Reiseablauf:
Die Räder noch immer im Gepäck sind wir am 2.1.2014 nach Lima in Peru geflogen. Peru war zum Radfahren wenig einladend, so dass wir uns per Bus Richtung Süden durchgeschlagen haben. Da wir von Peru wenig begeistert waren, ging es dann schon nach 12 Tagen mit dem Bus zur chilenischen Grenze. Die Grenze haben wir mit dem Fahrrad in einer Etappe von Tacna nach Arica überquert. Von Arica aus besuchten wir den Lauca Nationalpark im Andenhochland auf etwa 4500 Meter mit einem Mietwagen. Unsere Räder haben wir per Fracht nach Temuco im chilenischen Seenland geschickt, wo wir das Reisen noch einmal per Rad probieren wollten. Wir sind dann per Bus über Santiago bis Temuco nachgereist. Knapp zwei Wochen lang sind wir dort mit den Rädern eine Runde gefahren. Der Funke konnte jedoch nicht mehr überspringen, so dass wir die Räder anschließend verkauften. Nach etwa fünf Wochen in Chile, flogen wir nach Costa Rica, das wir aus einem Urlaub kannten. Wir konzentrierten uns auf die Osa Halbinsel an der südlichen Pazifikküste und auf die Karibikküste. Nach Panama haben wir einen fünftägigen Abstecher gemacht, um dort das Inselarchipel Bocas del Toro zu besuchen.
Am 31.3.2014 beendeten wir unsere 21monatige Weltreise in Costa Rica und flogen zurück nach Deutschland.
Übernachtung pro Tag pro Person:
Peru: 15,1 Euro
Chile: 17,1 Euro
Costa Rica: 26,4 Euro
Panama : 25,6 Euro
Essen pro Tag pro Person:
Peru : 4,3 Euro
Chile: 5,8 Euro
Costa Rica: 5,8 Euro
Panama: 5,5 Euro
Transport pro Tag pro Person:
Peru: 5,6 Euro
Chile: 10,6 Euro
Costa Rica: 8,3 Euro
Panama: 6,5 Euro
In Peru und Chile haben wir in meistens in einfacheren Hotels übernachtet. In Costa Rica und Panama haben wir nicht mehr so sehr aufs Geld geachtet und uns neben günstigen Unterkünften gelegentlich teure Lodges oder Bungalows und Hotels im mittleren Preissektor gegönnt. Vier Mal haben wir in Costa Rica gezeltet.
Unser Essen haben wir in hauptsächlich im Supermarkt gekauft. In Costa Rica haben wir gelegentlich auch in Cocinas Economicas gegessen.
Transportmittel war in Peru fast außschließlich Bus, in Chile Bus, Rad und 4 Tage Allrad Mietwagen. In Costa Rica und Panama Bus und Boot und Taxi.
Gesundheit:
Keine nennenswerten Vorkommnisse.
Ausrüstung:
In Peru und Chile hatten wir die Räder noch dabei und sie dann in Chile verkauft. In Chile haben wir uns unsere Trekking Sachen aus Deuschland schicken lassen. Einen Teil der Radausrüstung haben wir nach Deutschland geschickt.
In Chile ist die Benzinpumpe unseres Kochers abgebrochen, so dass wir in Costa Rica auf Gas umgestiegen sind.
Unsere bisherigen Lieblingsreiseziele:
Meine: Costa Rica gesellt sich auf die Topplätze neben Botswana und Mexico.
Annes: Südsee; Mexiko, Costa Rica
Sichtbare Umweltprobleme unserer Reiseziele:
In Peru waren wir 12 Tage in trockenen Wüstengebieten entlang der Küste unterwegs, so dass ich als für uns sichtbare Umweltprobleme nur Vermüllung des Meers und der Umgebung besiedelter Gebiete nennen kann. Die Abholzung des Regenwaldes auf der anderen Seite der Anden oder die Abholzung von Wäldern Im Hochland, die oft dramatische Erdrutsche zur Folge haben ist sicher vielen ein Begriff.
In Chile gibt es in fruchtbaren Gebieten exzessive Landwirtschaft und Agrarwirtschaft mit Monokulturen, die in dem Ausmaß selbst in Deutschland nicht zu finden sind.
In Costa Rica ist die Besiedlung von Regenwaldgebieten und die damit verbundende Abholzung ein Problem. Obstplantagen, allen voran Bananenplantagen sind im Süden oft zu sehen. Oft liegt eine übermäßige Belastung von Schutzgebieten durch Tourismus aufgrund schlechter Konzepte vor. Illegales Jagen und illegale Wildtierhaltung ist immer noch ein Problem.
In Panama ist uns die Vermüllung negativ aufgefallen.
Menschen und Kulturen:
Peruaner erlebten wir überwiegend als zickige, desinteressierte Menschen. Wir fühlten uns als Touristen nicht willkommen, hatten große Sicherheitsbedenken wegen der allgegenwärtigen Busüberfälle und Naturkatastrophen (Erdrutsche uvm. im Hochland). Wie in kaum einem anderen Land hatten wir den Eindruck, dass Reisende für einen recht geringen Gegenwert finanziell ausgenommen werden. Kulturell haben wir aufgrund unserer recht kurzen Aufenthaltsdauer wenig mitbekommen, nur dass Peruaner wie eigentlich alle Mittel- und Südamerikaner sehr gläubig sind und beinahe täglich eine Heiligenfigur feiern. In den Vororten der großen Städte und auf dem Land wird man sich schnell der Armut dieses Landes bewusst.
Schon am Grenzübergang nach Chile wurde und klar, dass Chilenen eine völlig andere Mentalität haben. Im Grunde ist Chile sehr westlich geprägt, oft fielen uns Gemeinsamkeiten mit Europa auf, die typische Mittel- und südamerikanische Manana-Kultur ist hier nicht so präsent, Infrastruktur hervorragend, alles verläuft etwas geregelter. Besonders auffallend war die Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft der Chilenen: wir hatten tatsächlich in keinem anderen Land auf unserer Weltreise so viele lustige und interessante Begegnungen mit Einheimischen - und das meist auf Spanisch:-)
Costa Rica haben wir zwar schon einmal bereist, mussten aber feststellen, dass wir damals die Costa Ricaner nicht wirklich kennengelernt haben. Das ist zwar nicht verwunderlich, da die Tiere und Natur des Landes das Highlight sind, dennoch hatten wir auf unserer Weltreise nun auch viele interessante Begegnungen mit Costa Ricanern. Wir fühlten uns im Land oft nach Mexiko zurückversetzt: Busse, Taxis etc. - alles funktioniert irgendwie und auch recht gut. Costa Ricaner sind meist sehr aufmerksame und nette Menschen, aber auch sehr zurückhaltend. Übermäßiger Alkoholkonsum ist ein Problem im Land, wir bekamen jedoch nicht viel davon mit im Vergleich zu anderen Ländern (Australien, Mexiko). Kulturelles? Glaube/Kirchen und Fußball.
Von Panama haben wir nicht viel gesehen und Bocas Town war so touristisch, dass man hier eigentlich nicht von Panama sprechen kann. Auf den Busfahrten durch den Norden des Landes bekamen wir einen kleinen Eindruck und konnten ein paar Unterschiede zu Costa Rica feststellen: wir sahen viele Angehörige unterschiedlicher indigener Volksstämme, was an der dunklen Haut, der ganz anderen Gesichtszüge und an den traditionellen Kleidern erkennbar war. Verkehrsmittel sind wesentlich älter als in Costa Rica, vollgestopft wie so oft in Asien, auf dem Land leben die Einwohner Panamas oft sehr einfach.
Sicherheit auf Reisen:
Keine Vorkommnisse. In Peru haben wir uns zum ersten Mal auf der Weltreise wirklich unsicher gefühlt, da hier 2 bis 3 Überfälle im Monat auf Überlandbusse durch organisierte Banden stattfinden. Betroffen sind hauptsächlich sind alle Routen die über Lima laufen. Das war ein Grund, warum wir uns in Peru nicht wohl gefühlt haben.
Die Räder noch immer im Gepäck sind wir am 2.1.2014 nach Lima in Peru geflogen. Peru war zum Radfahren wenig einladend, so dass wir uns per Bus Richtung Süden durchgeschlagen haben. Da wir von Peru wenig begeistert waren, ging es dann schon nach 12 Tagen mit dem Bus zur chilenischen Grenze. Die Grenze haben wir mit dem Fahrrad in einer Etappe von Tacna nach Arica überquert. Von Arica aus besuchten wir den Lauca Nationalpark im Andenhochland auf etwa 4500 Meter mit einem Mietwagen. Unsere Räder haben wir per Fracht nach Temuco im chilenischen Seenland geschickt, wo wir das Reisen noch einmal per Rad probieren wollten. Wir sind dann per Bus über Santiago bis Temuco nachgereist. Knapp zwei Wochen lang sind wir dort mit den Rädern eine Runde gefahren. Der Funke konnte jedoch nicht mehr überspringen, so dass wir die Räder anschließend verkauften. Nach etwa fünf Wochen in Chile, flogen wir nach Costa Rica, das wir aus einem Urlaub kannten. Wir konzentrierten uns auf die Osa Halbinsel an der südlichen Pazifikküste und auf die Karibikküste. Nach Panama haben wir einen fünftägigen Abstecher gemacht, um dort das Inselarchipel Bocas del Toro zu besuchen.
Am 31.3.2014 beendeten wir unsere 21monatige Weltreise in Costa Rica und flogen zurück nach Deutschland.
Übernachtung pro Tag pro Person:
Peru: 15,1 Euro
Chile: 17,1 Euro
Costa Rica: 26,4 Euro
Panama : 25,6 Euro
Essen pro Tag pro Person:
Peru : 4,3 Euro
Chile: 5,8 Euro
Costa Rica: 5,8 Euro
Panama: 5,5 Euro
Transport pro Tag pro Person:
Peru: 5,6 Euro
Chile: 10,6 Euro
Costa Rica: 8,3 Euro
Panama: 6,5 Euro
In Peru und Chile haben wir in meistens in einfacheren Hotels übernachtet. In Costa Rica und Panama haben wir nicht mehr so sehr aufs Geld geachtet und uns neben günstigen Unterkünften gelegentlich teure Lodges oder Bungalows und Hotels im mittleren Preissektor gegönnt. Vier Mal haben wir in Costa Rica gezeltet.
Unser Essen haben wir in hauptsächlich im Supermarkt gekauft. In Costa Rica haben wir gelegentlich auch in Cocinas Economicas gegessen.
Transportmittel war in Peru fast außschließlich Bus, in Chile Bus, Rad und 4 Tage Allrad Mietwagen. In Costa Rica und Panama Bus und Boot und Taxi.
Gesundheit:
Keine nennenswerten Vorkommnisse.
Ausrüstung:
In Peru und Chile hatten wir die Räder noch dabei und sie dann in Chile verkauft. In Chile haben wir uns unsere Trekking Sachen aus Deuschland schicken lassen. Einen Teil der Radausrüstung haben wir nach Deutschland geschickt.
In Chile ist die Benzinpumpe unseres Kochers abgebrochen, so dass wir in Costa Rica auf Gas umgestiegen sind.
Unsere bisherigen Lieblingsreiseziele:
Meine: Costa Rica gesellt sich auf die Topplätze neben Botswana und Mexico.
Annes: Südsee; Mexiko, Costa Rica
Sichtbare Umweltprobleme unserer Reiseziele:
In Peru waren wir 12 Tage in trockenen Wüstengebieten entlang der Küste unterwegs, so dass ich als für uns sichtbare Umweltprobleme nur Vermüllung des Meers und der Umgebung besiedelter Gebiete nennen kann. Die Abholzung des Regenwaldes auf der anderen Seite der Anden oder die Abholzung von Wäldern Im Hochland, die oft dramatische Erdrutsche zur Folge haben ist sicher vielen ein Begriff.
In Chile gibt es in fruchtbaren Gebieten exzessive Landwirtschaft und Agrarwirtschaft mit Monokulturen, die in dem Ausmaß selbst in Deutschland nicht zu finden sind.
In Costa Rica ist die Besiedlung von Regenwaldgebieten und die damit verbundende Abholzung ein Problem. Obstplantagen, allen voran Bananenplantagen sind im Süden oft zu sehen. Oft liegt eine übermäßige Belastung von Schutzgebieten durch Tourismus aufgrund schlechter Konzepte vor. Illegales Jagen und illegale Wildtierhaltung ist immer noch ein Problem.
In Panama ist uns die Vermüllung negativ aufgefallen.
Menschen und Kulturen:
Peruaner erlebten wir überwiegend als zickige, desinteressierte Menschen. Wir fühlten uns als Touristen nicht willkommen, hatten große Sicherheitsbedenken wegen der allgegenwärtigen Busüberfälle und Naturkatastrophen (Erdrutsche uvm. im Hochland). Wie in kaum einem anderen Land hatten wir den Eindruck, dass Reisende für einen recht geringen Gegenwert finanziell ausgenommen werden. Kulturell haben wir aufgrund unserer recht kurzen Aufenthaltsdauer wenig mitbekommen, nur dass Peruaner wie eigentlich alle Mittel- und Südamerikaner sehr gläubig sind und beinahe täglich eine Heiligenfigur feiern. In den Vororten der großen Städte und auf dem Land wird man sich schnell der Armut dieses Landes bewusst.
Schon am Grenzübergang nach Chile wurde und klar, dass Chilenen eine völlig andere Mentalität haben. Im Grunde ist Chile sehr westlich geprägt, oft fielen uns Gemeinsamkeiten mit Europa auf, die typische Mittel- und südamerikanische Manana-Kultur ist hier nicht so präsent, Infrastruktur hervorragend, alles verläuft etwas geregelter. Besonders auffallend war die Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft der Chilenen: wir hatten tatsächlich in keinem anderen Land auf unserer Weltreise so viele lustige und interessante Begegnungen mit Einheimischen - und das meist auf Spanisch:-)
Costa Rica haben wir zwar schon einmal bereist, mussten aber feststellen, dass wir damals die Costa Ricaner nicht wirklich kennengelernt haben. Das ist zwar nicht verwunderlich, da die Tiere und Natur des Landes das Highlight sind, dennoch hatten wir auf unserer Weltreise nun auch viele interessante Begegnungen mit Costa Ricanern. Wir fühlten uns im Land oft nach Mexiko zurückversetzt: Busse, Taxis etc. - alles funktioniert irgendwie und auch recht gut. Costa Ricaner sind meist sehr aufmerksame und nette Menschen, aber auch sehr zurückhaltend. Übermäßiger Alkoholkonsum ist ein Problem im Land, wir bekamen jedoch nicht viel davon mit im Vergleich zu anderen Ländern (Australien, Mexiko). Kulturelles? Glaube/Kirchen und Fußball.
Von Panama haben wir nicht viel gesehen und Bocas Town war so touristisch, dass man hier eigentlich nicht von Panama sprechen kann. Auf den Busfahrten durch den Norden des Landes bekamen wir einen kleinen Eindruck und konnten ein paar Unterschiede zu Costa Rica feststellen: wir sahen viele Angehörige unterschiedlicher indigener Volksstämme, was an der dunklen Haut, der ganz anderen Gesichtszüge und an den traditionellen Kleidern erkennbar war. Verkehrsmittel sind wesentlich älter als in Costa Rica, vollgestopft wie so oft in Asien, auf dem Land leben die Einwohner Panamas oft sehr einfach.
Sicherheit auf Reisen:
Keine Vorkommnisse. In Peru haben wir uns zum ersten Mal auf der Weltreise wirklich unsicher gefühlt, da hier 2 bis 3 Überfälle im Monat auf Überlandbusse durch organisierte Banden stattfinden. Betroffen sind hauptsächlich sind alle Routen die über Lima laufen. Das war ein Grund, warum wir uns in Peru nicht wohl gefühlt haben.
Donnerstag, 3. April 2014
Eine lange Reise ging zu Ende
Am Montag war es soweit. Der Rückflug nach Deutschland stand an. Von San Jose ging es über Santo Domingo in DR nach Frankfurt. Nach 13 Stunden Flug waren wir in Deutschland, um halb fünf am Morgen, bei einer Temperatur von 9 Grad. Es ging nicht nur eine sehr schöne Zeit in Costa Rica zu Ende, sondern eine 21 monatige, grandiose Reise durch fünf Kontinente voller Erlebnisse und Erfahrungen.
In Deutschland angekommen standen noch ein paar Formalitäten bei den Behörden, usw. an, was aber recht unkompliziert verlief.
Der Blog ist noch nicht beendet.
Es folgen noch einige abschließende Einträge, wie die Zwischenbilanz 4, ein paar interessante Zahlen und unsere Beurteilung der Weltreise. Wir werden Bilder und Videos aktualisieren. Es lohnt sich auf jeden Fall noch dran zu bleiben:)
Bei Twitter wird es einen Weltreise Review geben mit unseren spannensten Erlebnissen, schönsten Orten und besten Bildern. Unsere Twitter Einträge sind auch über die rechte Side Bar unseres Blogs erreichbar oder direkt bei Twitter unter "weltreiseUL".
In Deutschland angekommen standen noch ein paar Formalitäten bei den Behörden, usw. an, was aber recht unkompliziert verlief.
Der Blog ist noch nicht beendet.
Es folgen noch einige abschließende Einträge, wie die Zwischenbilanz 4, ein paar interessante Zahlen und unsere Beurteilung der Weltreise. Wir werden Bilder und Videos aktualisieren. Es lohnt sich auf jeden Fall noch dran zu bleiben:)
Bei Twitter wird es einen Weltreise Review geben mit unseren spannensten Erlebnissen, schönsten Orten und besten Bildern. Unsere Twitter Einträge sind auch über die rechte Side Bar unseres Blogs erreichbar oder direkt bei Twitter unter "weltreiseUL".
Donnerstag, 20. März 2014
Das Ende der Reise...
...ist plötzlich erschreckend nahe.
Gestern haben wir unseren letzten Weltreise-Flug gebucht. Am 1.04.2014 werden wir auf deutschem Boden landen. Nach 21 Monaten Weltreise. Wir haben unseren Traum gelebt. Und bringen neue Träume mit nach Hause:-)
Gestern haben wir unseren letzten Weltreise-Flug gebucht. Am 1.04.2014 werden wir auf deutschem Boden landen. Nach 21 Monaten Weltreise. Wir haben unseren Traum gelebt. Und bringen neue Träume mit nach Hause:-)
Samstag, 15. Februar 2014
Resümee unserer siebenmonatigen Fahrradreise durch Teile Europas und Amerikas
Die 7 Monate unserer Reise waren wir mit unseren Fahrrädern in der Welt unterwegs. Wir bereisten dabei Landesteile von Deutschland, Österreich, Ungarn, Mexiko, Peru und Chile.
Von den 7 Monaten saßen wir ca. 4 Monate täglich auf den Rädern, die restlichen 3 Monate haben wir am Strand, mit Sightseeing, Erholungspausen, mit Fahrradmontage und Heimatbesuchen, im Flugzeug oder Bus verbracht.
Insgesamt 6850km fuhren wir mit den Rädern, entlang zahlreicher Flüsse Europas, durch die österreichischen Alpen, im tropischen Yucatan, durch die Wüsten der Baja California und Teile der Atacamawüste und in der Seenregion Chiles:
2600km in Europa
2125km auf der Halbinsel Yucatan/Mexiko
1630km auf der Halbinsel Baja California/Mexiko
495km in Peru und Chile
Wir haben hiermit eine neue Reiseart für uns entdeckt: die bisher intensivste und eindrucksvollste Art ein Land zu bereisen. Radreisen sind in vielerlei Hinsicht anstrengend (welches Reisemittel ist das nicht), aber auch sehr empfehlenswert.
Unser Fazit: Die beste Reiseart, um Natur und Menschen eines Landes hautnah zu erleben. Das machen wir wieder!
Vor 2 Tagen haben wir unsere Fahrräder und Teile der Ausrüstung verkauft, einiges mit der Post nach Hause geschickt und nun reisen wir um einige Kilos Gepäck erleichtert ohne Fahrräder weiter.
Von den 7 Monaten saßen wir ca. 4 Monate täglich auf den Rädern, die restlichen 3 Monate haben wir am Strand, mit Sightseeing, Erholungspausen, mit Fahrradmontage und Heimatbesuchen, im Flugzeug oder Bus verbracht.
Insgesamt 6850km fuhren wir mit den Rädern, entlang zahlreicher Flüsse Europas, durch die österreichischen Alpen, im tropischen Yucatan, durch die Wüsten der Baja California und Teile der Atacamawüste und in der Seenregion Chiles:
2600km in Europa
2125km auf der Halbinsel Yucatan/Mexiko
1630km auf der Halbinsel Baja California/Mexiko
495km in Peru und Chile
Wir haben hiermit eine neue Reiseart für uns entdeckt: die bisher intensivste und eindrucksvollste Art ein Land zu bereisen. Radreisen sind in vielerlei Hinsicht anstrengend (welches Reisemittel ist das nicht), aber auch sehr empfehlenswert.
Unser Fazit: Die beste Reiseart, um Natur und Menschen eines Landes hautnah zu erleben. Das machen wir wieder!
Vor 2 Tagen haben wir unsere Fahrräder und Teile der Ausrüstung verkauft, einiges mit der Post nach Hause geschickt und nun reisen wir um einige Kilos Gepäck erleichtert ohne Fahrräder weiter.
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Freitag, 31. Januar 2014
Weltreise-Unlimited Zwischenbilanz 3
Reiseablauf:
In Juli 2013 sind wir auf das Rad als Transportmittel umgestiegen. Zunächst haben wir das Radreisen in Deutschland, Österreich, Ungarn "ausprobiert", um nicht ins kalte Wasser zu fallen. Zunächst ging es an Flüssen entlang, u.a. an der Donau, dann durch die Alpen. Die 2,5 monatige Europatour ist ganz gut gelungen. Noch gegen Ende der Tour fiel die Entscheidung, dass wir mit den Rädern Mexiko bereisen. Mitte September folgte eine zweimonatige Yucatan Rundreise. Anschließend beradelten wir nach einem Inlandsflug gute 40 Tage die Halbinsel Baja California von Nord nach Süd. Mexiko verließen wir an Neujahr 2014. Von der ursprünglichen Reiseplanung sind wir komplett abgekommen. Keines der Länder stand auf der ursprünglichen Wunschliste. Das zeigt erneut, dass es keinen Sinn macht, eine solche Reise zu weit in die Zukunft zu planen, da sich Interessensschwerpunkte stark ändern können. Vor allem auf die Abwechslung der Reiseart kommt es an.
Finanzen:
Unser Finanzplan war auf eine 18monatige Weltreise ausgelegt. Hierbei handelt es sich um eine Abschätzung aus minimalen und maximalen Reisenkosten. Unsere realen Reisekosten inkl. virtuellen Heimflugs lagen nach 18 Monaten (d.h. Ende Dezember 2013) etwa in der Mitte dieser Min Max Abschätzung. Besser kann man nicht kalkulieren :) .
Übernachtung pro Tag pro Person:
Deutschland: 9,5 Euro
Österreich: 14,3 Euro
Ungarn: 9,2 Euro
Mexiko: 11,9 Euro
Essen pro Tag pro Person:
Deutschland : 5,6 Euro
Österreich: 6,2 Euro
Ungarn: 5,7 Euro
Mexiko: 5,6 Euro
In Deutschland haben wir hauptsächlich gezeltet bis auf eine Ausnahme. In Österreich sind wir mangels Alternativen und wegen schlechtem Wetter öfter mal in eine Unterkunft, haben aber auch zweimal kostenlos campiert. In Ungarn haben wir gezeltet und waren in Budapest drei Nächte im Hotel. In Mexiko waren wir zum Großteil in Unterkünften (Doppelzimmer). Auf der Baja California konnten wir öfter (wild) zelten. Überall lag der Schwerpunkt auf Selbstversorgung. Gelegentlich aßen wir an Imbissbuden und Schnellrestaurants.
Gesundheit:
Wir erfreuten uns im dritten Halbjahr bester Gesundheit. Beweist das, dass Sport gesund ist?
Ausrüstung:
Im dritten Halbjahr sind wir aufs Rad ungestiegen. Bulls Räder haben auch in Mexiko perfekt gehalten, anders als vom Spezialisten prophezeit. Die Räder haben mehrere Flüge verpackt und unverpackt überlebt. Keine Platten mehr in Mexiko, dank Schwalbe Marathon Tour Plus Reifen, auf die wir umgestiegen sind. Auch sonst keine Defekte oder übermäßige Verschleißerscheinungen. Ich hatte meine Radhandschuhe in Mexiko verloren. Anne hat ihren Radcomputer ertränkt. Uns sind 3 Isomatten meiner jetzt ehemaligen Lieblingsmarke Exped innerhalb kurzer Zeit kaputt gegangen. Ersatz kommt per Paket aus Deutschland.
Unsere bisherigen Lieblingsreiseziele:
Meine: Mexiko gesellt sich auf den Top-Platz neben Botswana.
Annes: Südsee; Mexiko
Sichtbare Umweltprobleme unserer Reiseziele:
Deutschland, Österreich, Ungarn:
Kennt jeder: Exzessive Land- und Forstwirtschaft (erkennbar am Schachbrettmuster beim Blick aus dem Flugzeug), hohe Bevölkerungsdichte, dichte Besiedelung läßt kaum Raum für Natur, Problemzone Alpen: Tourismus, Landwirtschaft. vs. Naturraum) usw., erkennbare Flussbegradigung und Zerstörung der Auenwälder haben zur Hochwasserkatastrophe an der Donau beigetragen.
Mexiko:
Müllproblem, Überfischung, Exzessive Landwirtschaft in den wenigen fruchtbaren Gebieten der Baja California, Verdrängung des Dschungels in Yucatan.....
Menschen und Kulturen:
Wir erleben uns Deutsche im eigenen Land und auch sonst auf der Reise als eher zurückhaltende, wortkarge Menschen. Der Smalltalk über das Wetter oder die Frage "Wie gehts dir?" ist auf bestimmte Situationen beschränkt, in so vielen anderen Ländern beginnt jede Begegnung auf diese Art. Auf Deutschlands Campingplätzen grüßt man sich also höchstens, wenn man sich mindestens schon mal gesehen hat, in vielen anderen Ländern wird o.g. Smalltalk bei kurzen Begegnungen auf der Toilette oder am Stellplatz geführt.
Wir genossen die gute (touristische) Infrastruktur und den uns bekannten Way of life: alles läuft so, wie man es plant und man versteht endlich auch sprachlich mal wieder alles. Deutsche sind perfekt strukturiert, seit 1 Jahr mussten wir erstmals wieder Termine machen.;-) Auffallend ist, dass (wie in vielen westlichen Gesellschaften) die Menschen insgesamt sehr gestresst sind und für vieles "keine Zeit" haben.
Die Österreicher schwätzen gern, sind auffallend gastfreundlich und wir hatten so manch interessante Begegnung mit recht konservativ eingestellten Menschen. Insgesamt war Österreich wesentlich ländlicher, naturverbundener, die touristische Infrastruktur war hervorragend, die Preise leicht höher als in Deutschland.
Die paar Tage in Ungarn waren hingegen ein großes Kontrastprogramm zu Österreich und Deutschland: Im ländlichen Bereich wirkte so vieles sehr trostlos auf uns, die Menschen, die Orte, die Gegend. Während historische Gebäude in Österreich und Deutschland herausgeputzt werden, scheint in Ungarn kein Geld hierfür übrig zu sein.
Mexiko war für uns das krasse Gegenteil: völlig unstrukturiert, chaotisch, die Menschen planen rein garnichts, dort bekannt als "manaña-Kultur"- morgen, später, auf nichts ist Verlass, aber irgendwie funktionierts. Eine harte Bewährungsprobe für uns, wenn es um Verbindlichkeiten geht. Die gibt es hier nämlich einfach nicht. Dafür mussten auch wir rein garnichts mehr planen, hatten immer einen Schlafplatz, es ging immer irgendwie weiter. Die Yucateken sind sehr liebenswerte und unkomplizierte Menschen, leben ein äußerst einfaches Leben. Die Bewohner der Baja California sind etwas zurückhaltender, aber dennoch sehr hilfsbereit, ein Charakter, den wir immer wieder in Wüstenregionen erleben. Den äußersten Osten und Westen Mexikos erlebten wir sehr sicher, von Banditos keine Spur. Die Kolonialstädte Zentralmexikos bergen ebenfalls noch viele Schätze, wovon wir in Mexiko Stadt schon einen kleinen Einblick bekamen. Der christliche Glauben ist wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens und der gesamten Kultur Mexikos.
Sicherheit auf Reisen:
keine negativen Ereignisse, wir haben uns nie unsicher gefühlt, Bedenken wegen möglichem Diebstahl der Räder oder Wertsachen hat sich als unbegründet herauagestellt. Wir konnten zum ersten Mal unsere mobile Alarmanlage zur Sicherung der Räder verwenden :), wäre aber nicht nötig gewesen.
In Juli 2013 sind wir auf das Rad als Transportmittel umgestiegen. Zunächst haben wir das Radreisen in Deutschland, Österreich, Ungarn "ausprobiert", um nicht ins kalte Wasser zu fallen. Zunächst ging es an Flüssen entlang, u.a. an der Donau, dann durch die Alpen. Die 2,5 monatige Europatour ist ganz gut gelungen. Noch gegen Ende der Tour fiel die Entscheidung, dass wir mit den Rädern Mexiko bereisen. Mitte September folgte eine zweimonatige Yucatan Rundreise. Anschließend beradelten wir nach einem Inlandsflug gute 40 Tage die Halbinsel Baja California von Nord nach Süd. Mexiko verließen wir an Neujahr 2014. Von der ursprünglichen Reiseplanung sind wir komplett abgekommen. Keines der Länder stand auf der ursprünglichen Wunschliste. Das zeigt erneut, dass es keinen Sinn macht, eine solche Reise zu weit in die Zukunft zu planen, da sich Interessensschwerpunkte stark ändern können. Vor allem auf die Abwechslung der Reiseart kommt es an.
Finanzen:
Unser Finanzplan war auf eine 18monatige Weltreise ausgelegt. Hierbei handelt es sich um eine Abschätzung aus minimalen und maximalen Reisenkosten. Unsere realen Reisekosten inkl. virtuellen Heimflugs lagen nach 18 Monaten (d.h. Ende Dezember 2013) etwa in der Mitte dieser Min Max Abschätzung. Besser kann man nicht kalkulieren :) .
Übernachtung pro Tag pro Person:
Deutschland: 9,5 Euro
Österreich: 14,3 Euro
Ungarn: 9,2 Euro
Mexiko: 11,9 Euro
Essen pro Tag pro Person:
Deutschland : 5,6 Euro
Österreich: 6,2 Euro
Ungarn: 5,7 Euro
Mexiko: 5,6 Euro
In Deutschland haben wir hauptsächlich gezeltet bis auf eine Ausnahme. In Österreich sind wir mangels Alternativen und wegen schlechtem Wetter öfter mal in eine Unterkunft, haben aber auch zweimal kostenlos campiert. In Ungarn haben wir gezeltet und waren in Budapest drei Nächte im Hotel. In Mexiko waren wir zum Großteil in Unterkünften (Doppelzimmer). Auf der Baja California konnten wir öfter (wild) zelten. Überall lag der Schwerpunkt auf Selbstversorgung. Gelegentlich aßen wir an Imbissbuden und Schnellrestaurants.
Gesundheit:
Wir erfreuten uns im dritten Halbjahr bester Gesundheit. Beweist das, dass Sport gesund ist?
Ausrüstung:
Im dritten Halbjahr sind wir aufs Rad ungestiegen. Bulls Räder haben auch in Mexiko perfekt gehalten, anders als vom Spezialisten prophezeit. Die Räder haben mehrere Flüge verpackt und unverpackt überlebt. Keine Platten mehr in Mexiko, dank Schwalbe Marathon Tour Plus Reifen, auf die wir umgestiegen sind. Auch sonst keine Defekte oder übermäßige Verschleißerscheinungen. Ich hatte meine Radhandschuhe in Mexiko verloren. Anne hat ihren Radcomputer ertränkt. Uns sind 3 Isomatten meiner jetzt ehemaligen Lieblingsmarke Exped innerhalb kurzer Zeit kaputt gegangen. Ersatz kommt per Paket aus Deutschland.
Unsere bisherigen Lieblingsreiseziele:
Meine: Mexiko gesellt sich auf den Top-Platz neben Botswana.
Annes: Südsee; Mexiko
Sichtbare Umweltprobleme unserer Reiseziele:
Deutschland, Österreich, Ungarn:
Kennt jeder: Exzessive Land- und Forstwirtschaft (erkennbar am Schachbrettmuster beim Blick aus dem Flugzeug), hohe Bevölkerungsdichte, dichte Besiedelung läßt kaum Raum für Natur, Problemzone Alpen: Tourismus, Landwirtschaft. vs. Naturraum) usw., erkennbare Flussbegradigung und Zerstörung der Auenwälder haben zur Hochwasserkatastrophe an der Donau beigetragen.
Mexiko:
Müllproblem, Überfischung, Exzessive Landwirtschaft in den wenigen fruchtbaren Gebieten der Baja California, Verdrängung des Dschungels in Yucatan.....
Menschen und Kulturen:
Wir erleben uns Deutsche im eigenen Land und auch sonst auf der Reise als eher zurückhaltende, wortkarge Menschen. Der Smalltalk über das Wetter oder die Frage "Wie gehts dir?" ist auf bestimmte Situationen beschränkt, in so vielen anderen Ländern beginnt jede Begegnung auf diese Art. Auf Deutschlands Campingplätzen grüßt man sich also höchstens, wenn man sich mindestens schon mal gesehen hat, in vielen anderen Ländern wird o.g. Smalltalk bei kurzen Begegnungen auf der Toilette oder am Stellplatz geführt.
Wir genossen die gute (touristische) Infrastruktur und den uns bekannten Way of life: alles läuft so, wie man es plant und man versteht endlich auch sprachlich mal wieder alles. Deutsche sind perfekt strukturiert, seit 1 Jahr mussten wir erstmals wieder Termine machen.;-) Auffallend ist, dass (wie in vielen westlichen Gesellschaften) die Menschen insgesamt sehr gestresst sind und für vieles "keine Zeit" haben.
Die Österreicher schwätzen gern, sind auffallend gastfreundlich und wir hatten so manch interessante Begegnung mit recht konservativ eingestellten Menschen. Insgesamt war Österreich wesentlich ländlicher, naturverbundener, die touristische Infrastruktur war hervorragend, die Preise leicht höher als in Deutschland.
Die paar Tage in Ungarn waren hingegen ein großes Kontrastprogramm zu Österreich und Deutschland: Im ländlichen Bereich wirkte so vieles sehr trostlos auf uns, die Menschen, die Orte, die Gegend. Während historische Gebäude in Österreich und Deutschland herausgeputzt werden, scheint in Ungarn kein Geld hierfür übrig zu sein.
Mexiko war für uns das krasse Gegenteil: völlig unstrukturiert, chaotisch, die Menschen planen rein garnichts, dort bekannt als "manaña-Kultur"- morgen, später, auf nichts ist Verlass, aber irgendwie funktionierts. Eine harte Bewährungsprobe für uns, wenn es um Verbindlichkeiten geht. Die gibt es hier nämlich einfach nicht. Dafür mussten auch wir rein garnichts mehr planen, hatten immer einen Schlafplatz, es ging immer irgendwie weiter. Die Yucateken sind sehr liebenswerte und unkomplizierte Menschen, leben ein äußerst einfaches Leben. Die Bewohner der Baja California sind etwas zurückhaltender, aber dennoch sehr hilfsbereit, ein Charakter, den wir immer wieder in Wüstenregionen erleben. Den äußersten Osten und Westen Mexikos erlebten wir sehr sicher, von Banditos keine Spur. Die Kolonialstädte Zentralmexikos bergen ebenfalls noch viele Schätze, wovon wir in Mexiko Stadt schon einen kleinen Einblick bekamen. Der christliche Glauben ist wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens und der gesamten Kultur Mexikos.
Sicherheit auf Reisen:
keine negativen Ereignisse, wir haben uns nie unsicher gefühlt, Bedenken wegen möglichem Diebstahl der Räder oder Wertsachen hat sich als unbegründet herauagestellt. Wir konnten zum ersten Mal unsere mobile Alarmanlage zur Sicherung der Räder verwenden :), wäre aber nicht nötig gewesen.
Mittwoch, 16. Oktober 2013
NEU: weltreise-unlimited jetzt auch bei Twitter !!!
Aktualisierte Meldung:
Seit einiger Zeit ist weltreise-unlimited auch bei Twitter vertreten. Hier posten wir an jedem Fahrtag oder auch öfter eine Kurznachricht mit Infos zu Startort, Zielort, gefahrene Kilometer, Wetter und eventuellen Besonderheiten zur Fahrstrecke oder sonstiges Interessantes.
Das bedeutet ihr könnt uns jetzt durch tagesaktuelle Nachrichten verfolgen.
Bei Twitter findet ihr uns unter weltreise-unlimited bzw. @weltreiseUL. Der Link lautet www.twitter.com/@weltreiseUL.
Über jeden neuen Follower freuen wir uns natürlich.
Unsere Twitter Nachrichten findet ihr jetzt auch in der rechten Sidebar unseres Blogs.
Seit einiger Zeit ist weltreise-unlimited auch bei Twitter vertreten. Hier posten wir an jedem Fahrtag oder auch öfter eine Kurznachricht mit Infos zu Startort, Zielort, gefahrene Kilometer, Wetter und eventuellen Besonderheiten zur Fahrstrecke oder sonstiges Interessantes.
Das bedeutet ihr könnt uns jetzt durch tagesaktuelle Nachrichten verfolgen.
Bei Twitter findet ihr uns unter weltreise-unlimited bzw. @weltreiseUL. Der Link lautet www.twitter.com/@weltreiseUL.
Über jeden neuen Follower freuen wir uns natürlich.
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Montag, 23. September 2013
Kontraste
Das Gefühl kennt sicherlich jeder: Man sitzt in Deutschland, kurz vor der Abreise, und macht sich unglaublich viele Gedanken darüber, was im Ausland auf einen zukommen könnte, ob alles klappt. Lieber nochmal checken, ob der Flug noch steht, haben wir unsere Ausweise, ist es nicht vielleicht doch zu gefährlich in dem fremden Land, was haben wir uns eigentlich dabei gedacht, so eine Reise zu unternehmen?
Samstag morgen. Wir fahren lieber zu früh an den Flughafen, es könnte ja Stau sein. Wir versichern uns mehrfach, dass der Sturm nicht doch über Cancun hängt. Wir bangen um unsere Fahrräder, insgeheim denken wir uns aber, dass eigentlich nicht viel passieren kann, wir haben das Rad ja mit perfekter deutscher Gründlichkeit verpackt. Wir ließen uns mehr als einmal verunsichern, was alles schief gehen könnte. Und Sätze: "Wie, ihr habt noch keine Route? Und wohin fliegt ihr danach?" brachten uns in Erklärungsnot. In mir wuchs in den letzten Wochen wieder größter Respekt vor unserem Vorhaben und natürlich reisen auch Ängste mit: "Was wäre wenn..." Im Laufe unserer Reise kamen mir solche Gedanken schon auch hin und wieder, wenn die Weiterreise in ein neues Land bevorstand. Aber nicht in dem Ausmaß, wie es in Deutschland vom Sofa aus der Fall ist. Immer wieder versuchte ich mich damit zu beruhigen, dass wir doch reiseerfahren genug sind um zu wissen, dass im Ausland alles oft unkompliziert von statten geht. Fehlanzeige. Schon sitze ich wieder vorm Computer google, ob es dort eine Busverbindung gibt oder da einen Supermarkt. Gibt es da eigentlich auch etwas anderes Reis, Bohnen und Tacos zu kaufen? Und unsere Spanischkenntnisse sind eine Katastrophe, ohne Spanisch geht ja in Lateinamerika angeblich garnix.
Wir sind da, unsere Bedenken sind auf ein Minimaß geschrumpft und ab und an grinsen wir schon über unsere "deutschen" Gedanken. Wir hatten uns dann doch wenigstens eine Startrichtung zurechtgelegt, die wir nun aufgrund des Wetters wieder umgeplant haben. Zum Glück hatten wir keine Route! Wäre eh alles umsonst gewesen. Die Räder sind heil, wie sollte es anders sein. Schon am Flughafen war klar, irgendwie geht es schon: Am Gepäckband halten wir Ausschau nach einem Sperrgepäckschalter - keiner zu sehen. Zwischen hunderten TUI-Pauschaltouristen warten wir also auf unser Gepäck. Plötzlich gehen ein Raunen und Aufschreie durch die Menge, als das Gepäckband stehen bleibt. Ich grinse Thomas noch an und sage: "Pass auf, das ist bestimmt wegen den Rädern." Thomas, der wirklich besorgt war, schaut mich mit großen Augen an: "Meinst du wirklich?" - "Nein, Spaß, das glaub ich nicht." Gehe aber dennoch mal schauen... Und dann ging alles ganz schnell: Ich seh einen Karton, rufe Thomas zu: "Scheiße, das sind sie wirklich". Er flitzt zum Gepäckband, zieht einen nach dem anderen unter dem staunenden Blick der Mitreisenden runter, während ich auf den Rest des Gepäcks aufpasse. Natürlich hilft niemand und mehr als einmal ernten wir genervte Blicke, da jemand seinen heiß erkämpften Platz an vorderster Front am Gepäckband freimachen muss. Unter uns Deutschen geht es dann so weiter. Wir rollen mit Gepäckwagen zum Security-Schalter, wo wir sämtliches Gepäck nochmal durch die Röhre schicken müssen. 2 Radkartons, Koffer, Rucksack, 3x Handgepäck. Hinten rein und während der Thomas reinschiebt, flitze ich mit Gepäckwagen vor uns versuche, die Bikekartons auf den Wagen zu kriegen. Da das alles natürlich nicht so schnell geht wie mit normalem Gepäck, wächst hinter uns die Ungeduld. Flugpersonal drängt sich zwischen uns und schieben mal schnell ihre Koffer zwischen unser Gepäck. Der Kapitän versucht, über einen unserer Kartons zu steigen. Ich schwitze vom Schleppen und der fast unmöglichen Logistik auf engstem Raum. Kartons, Koffer, Gepäckwagen, Handgepäck und dazwischen eine Stewardess nach der anderen, die extrem genervt versucht, mit hohen Hacken über unser Gepäck zu steigen. Irgendwann platzt mir der Kragen. Ich bin stinkwütend. Als dann endlich alles wieder auf den Wägen ist, müssen wir noch eine Zollerklärung an einem Schalter abgeben. Die Angestellte hält ein Schwätzchen, wir warten und versperren ungewollt noch immer den Durchgang. Endlich widmet sie sich unserem Zettel und erklärt Thomas, er müsse jetzt noch auf einen grünen Knopf drücken. Ich schaue ungläubig zu, wie Thomas um den Tresen geht, um den Knopf zu erreichen. Er drückt und wir dürfen weitergehen. Nachdem wir dem Pulk der TUI-Urlauber entkommen konnten, wurde es plötzlich gewohnt unkompliziert. Helfer an jeder Ecke, die natürlich ein paar Dollares verdienen möchten, wogegen wir aber nichts einzuwenden haben. Da der Geldautomat nicht funktioniert, zahlen wir in US-Dollar. Geht alles, kein Problem. Wir werden sicher in unserer Unterkunft abgeliefert. Nach ein paar Einkäufen kriegen wir den Gasherd nicht zum Laufen. Dann machen wir uns das Wasser halt in der Mikrowelle warm. Ausgeschlafen und ausgeruht bekommen wir auch den Gasherd am nächsten Morgen in den Griff. Endlich sind wir wieder auf Reisen! Wir sind auch deutsch, mit vielen deutschen Eigenschaften, keine Frage. Uns fällt die Anpassung an andere Länder und Sitten manchmal schwer und wir lernen unterwegs manch deutsche Sitten zu schätzen. Schade nur, dass Mitmenschlichkeit und Hilfsbereitschaft gegenüber Fremden unter uns Deutschen so sind rar geworden. Auch wir nehmen uns da nicht heraus.
Samstag morgen. Wir fahren lieber zu früh an den Flughafen, es könnte ja Stau sein. Wir versichern uns mehrfach, dass der Sturm nicht doch über Cancun hängt. Wir bangen um unsere Fahrräder, insgeheim denken wir uns aber, dass eigentlich nicht viel passieren kann, wir haben das Rad ja mit perfekter deutscher Gründlichkeit verpackt. Wir ließen uns mehr als einmal verunsichern, was alles schief gehen könnte. Und Sätze: "Wie, ihr habt noch keine Route? Und wohin fliegt ihr danach?" brachten uns in Erklärungsnot. In mir wuchs in den letzten Wochen wieder größter Respekt vor unserem Vorhaben und natürlich reisen auch Ängste mit: "Was wäre wenn..." Im Laufe unserer Reise kamen mir solche Gedanken schon auch hin und wieder, wenn die Weiterreise in ein neues Land bevorstand. Aber nicht in dem Ausmaß, wie es in Deutschland vom Sofa aus der Fall ist. Immer wieder versuchte ich mich damit zu beruhigen, dass wir doch reiseerfahren genug sind um zu wissen, dass im Ausland alles oft unkompliziert von statten geht. Fehlanzeige. Schon sitze ich wieder vorm Computer google, ob es dort eine Busverbindung gibt oder da einen Supermarkt. Gibt es da eigentlich auch etwas anderes Reis, Bohnen und Tacos zu kaufen? Und unsere Spanischkenntnisse sind eine Katastrophe, ohne Spanisch geht ja in Lateinamerika angeblich garnix.
Wir sind da, unsere Bedenken sind auf ein Minimaß geschrumpft und ab und an grinsen wir schon über unsere "deutschen" Gedanken. Wir hatten uns dann doch wenigstens eine Startrichtung zurechtgelegt, die wir nun aufgrund des Wetters wieder umgeplant haben. Zum Glück hatten wir keine Route! Wäre eh alles umsonst gewesen. Die Räder sind heil, wie sollte es anders sein. Schon am Flughafen war klar, irgendwie geht es schon: Am Gepäckband halten wir Ausschau nach einem Sperrgepäckschalter - keiner zu sehen. Zwischen hunderten TUI-Pauschaltouristen warten wir also auf unser Gepäck. Plötzlich gehen ein Raunen und Aufschreie durch die Menge, als das Gepäckband stehen bleibt. Ich grinse Thomas noch an und sage: "Pass auf, das ist bestimmt wegen den Rädern." Thomas, der wirklich besorgt war, schaut mich mit großen Augen an: "Meinst du wirklich?" - "Nein, Spaß, das glaub ich nicht." Gehe aber dennoch mal schauen... Und dann ging alles ganz schnell: Ich seh einen Karton, rufe Thomas zu: "Scheiße, das sind sie wirklich". Er flitzt zum Gepäckband, zieht einen nach dem anderen unter dem staunenden Blick der Mitreisenden runter, während ich auf den Rest des Gepäcks aufpasse. Natürlich hilft niemand und mehr als einmal ernten wir genervte Blicke, da jemand seinen heiß erkämpften Platz an vorderster Front am Gepäckband freimachen muss. Unter uns Deutschen geht es dann so weiter. Wir rollen mit Gepäckwagen zum Security-Schalter, wo wir sämtliches Gepäck nochmal durch die Röhre schicken müssen. 2 Radkartons, Koffer, Rucksack, 3x Handgepäck. Hinten rein und während der Thomas reinschiebt, flitze ich mit Gepäckwagen vor uns versuche, die Bikekartons auf den Wagen zu kriegen. Da das alles natürlich nicht so schnell geht wie mit normalem Gepäck, wächst hinter uns die Ungeduld. Flugpersonal drängt sich zwischen uns und schieben mal schnell ihre Koffer zwischen unser Gepäck. Der Kapitän versucht, über einen unserer Kartons zu steigen. Ich schwitze vom Schleppen und der fast unmöglichen Logistik auf engstem Raum. Kartons, Koffer, Gepäckwagen, Handgepäck und dazwischen eine Stewardess nach der anderen, die extrem genervt versucht, mit hohen Hacken über unser Gepäck zu steigen. Irgendwann platzt mir der Kragen. Ich bin stinkwütend. Als dann endlich alles wieder auf den Wägen ist, müssen wir noch eine Zollerklärung an einem Schalter abgeben. Die Angestellte hält ein Schwätzchen, wir warten und versperren ungewollt noch immer den Durchgang. Endlich widmet sie sich unserem Zettel und erklärt Thomas, er müsse jetzt noch auf einen grünen Knopf drücken. Ich schaue ungläubig zu, wie Thomas um den Tresen geht, um den Knopf zu erreichen. Er drückt und wir dürfen weitergehen. Nachdem wir dem Pulk der TUI-Urlauber entkommen konnten, wurde es plötzlich gewohnt unkompliziert. Helfer an jeder Ecke, die natürlich ein paar Dollares verdienen möchten, wogegen wir aber nichts einzuwenden haben. Da der Geldautomat nicht funktioniert, zahlen wir in US-Dollar. Geht alles, kein Problem. Wir werden sicher in unserer Unterkunft abgeliefert. Nach ein paar Einkäufen kriegen wir den Gasherd nicht zum Laufen. Dann machen wir uns das Wasser halt in der Mikrowelle warm. Ausgeschlafen und ausgeruht bekommen wir auch den Gasherd am nächsten Morgen in den Griff. Endlich sind wir wieder auf Reisen! Wir sind auch deutsch, mit vielen deutschen Eigenschaften, keine Frage. Uns fällt die Anpassung an andere Länder und Sitten manchmal schwer und wir lernen unterwegs manch deutsche Sitten zu schätzen. Schade nur, dass Mitmenschlichkeit und Hilfsbereitschaft gegenüber Fremden unter uns Deutschen so sind rar geworden. Auch wir nehmen uns da nicht heraus.
Montag, 15. Juli 2013
Das Leben als Weltreisende
Wie ist das so auf einer Weltreise: ein Leben aus dem Rucksack, ständig unterwegs, zwischen fremden Menschen in fremden Kulturen...
Alle Habseligkeiten in einem bzw. zwei Rucksäcken:
Anfangs war die Umstellung für mich schwer. Als nach 2 Wochen schon die ersten Dinge kaputt gingen, sah ich mich in einem halben Jahr mit einem Rucksack ohne Inhalt, zumal es viele der speziellen Ausrüstung nur in Fachgeschäften gibt, in vielen Ländern schwer bis garnicht zu finden sind. Das gibt sich mit der Zeit. Zuerst lernt man zu improvisieren, repariert Schuhe auch mal mit Zahnseide, was übrigens prima hält:-) Inzwischen sind nur noch Pass, Kreditkarten, etwas Geld, Fotos und ein Handy die einzigen wirklichen Wertsachen. Der Rest: ersetzbar. Irgendwo und irgendwann. Falls uns jemand das Gepäcks klauen möchte, soll er es tun und damit glücklich werden. Vor allem in der Woche zuhause haben wir schnell gemerkt, dass wir nur noch ganz wenig brauchen. Der Inhalt meines Rucksacks hatte so um die 17kg haben, meist verteilt auf den großen Rucksack und einen Tagesrucksack, in dem die Wertsachen sind. Viel Holz, zumal ich den ganzen Kram nur auf Trekkingtouren brauche – in Asien hätte alles, was ich brauche, in eine Alditüte gepasst. Das ist manchmal blöd, aber sobald ich etwas wegschmeisse, brauche ich es am nächsten Tag:-/
Täglich in fremden Betten oder im Zelt:
Kein Problem. Das nervigste ist das ständige Ein- und Auspacken. Wenn es mir einmal nicht gut geht, träume ich von meinem eigenen Bett und unserer Wohnung drumherum. Ansonsten stört mich das Nomadenleben nicht. Bettwanzen und Kakerlaken, Mücken, Sandfliegen und Krabbelviecher kommen (selten) vor, aber das gehört dazu und inzwischen bekommen alle tierischen Gäste, die wir mehr als 1x sehen, einen Namen.
Meist schauen wir uns Zimmer oder Campingplätze vor der Miete an oder lesen uns durch die Bewertungen im Internet. Wichtigstes Mitbringel sind und bleiben Ohropax, Klopapier und ein leichter Schlafsack.
Ernährung:
Abgesehen von Asien haben wir selbst gekocht und wahrscheinlich einen ganzen Laster voll gebackene Bohnen und Weißbrot gegessen. Oft gab es Nudeln, Eier, Würstchen, Toastbrot, Müsli, Kekse und je nach Preis und Vorkommen Obst und Gemüse oder Ersatz in Tablettenform. Im Prinzip aßen wir, auf was wir Lust hatten, waren außerhalb von Asien aber recht anspruchslos. Wenn etwas zu teuer war, verging uns schnell der Appetit darauf. In Asien waren wir auf das Angebot in Garküchen und auf Märkten angewiesen, was eine große Umgewöhnung war - sowohl für den Kopf als auch für den Darm. Selbstversorgung ist fast unmöglich, was beim Zelten zu einer Herausforderung wird. Da gab es dann auch mal Haferflocken mit Wasser und Obst oder Zucker zum Frühstück. Nicht besonders lecker, aber macht satt.
Was nicht fehlen darf ist Kaffee. Ich glaube, ich bin süchtig danach... Zwar trinken wir fast ausnahmslos Instantkaffee, aber wer stellt schon Ansprüche, wenn es um Suchtbefriedigung geht?
Alkohol ist hingegen selten geworden, was uns selbst wundert. So sparen wir viel Geld und wenn es dann doch mal ein Bierchen gibt, wirkt es umso schneller;-)
Reisen als Paar:
24-Stunden-Beziehung - funktioniert das? Ja. Aus Studienzeiten wussten wir, dass es klappen kann - und das tuts. Wir sind sehr gerne zusammen und sind froh, dass wir die vielen kleinen und großen Abenteuer miteinander teilen können. Wir scheinen uns recht gut zu ergänzen und wissen inzwischen ziemlich genau, wie der andere tickt.
Jeden Tag auf Reisen:
Wir werden oft gefragt, ob uns das nicht zuviel wird, wir nicht irgendwann den Kopf voll haben. Darauf können wir nur antworten: Nein! Wir haben uns ein gemütliches Reisetempo angewöhnt, machen Pausen und haben wenig Wert auf das Abklappern von Sehenswürdigkeiten gelegt sondern uns lieber unter die Leute gemischt oder in den Nationalpark verkrochen, um so viel wie möglich von dem Leben im jeweiligen Land oder auch der Natur mitzubekommen. Ich empfinde es als Vorteil, nicht allein unterwegs zu sein: wir können Erlebnisse miteinander teilen und Erfahrungen austauschen. Natürlich geht auch vieles verloren, aber zu zweit kann man sich mehr merken und jeder hat andere Erinnerungen an ein Land oder eine bestimmte Zeit.
Das einzige, was uns angestrengt hat und was auf Dauer zu viel werden kann, waren lange, holprige Bus- oder Autofahrten oder extremer Lärm. Manchmal auch Dauerregen.
Anfangs war die Umstellung für mich schwer. Als nach 2 Wochen schon die ersten Dinge kaputt gingen, sah ich mich in einem halben Jahr mit einem Rucksack ohne Inhalt, zumal es viele der speziellen Ausrüstung nur in Fachgeschäften gibt, in vielen Ländern schwer bis garnicht zu finden sind. Das gibt sich mit der Zeit. Zuerst lernt man zu improvisieren, repariert Schuhe auch mal mit Zahnseide, was übrigens prima hält:-) Inzwischen sind nur noch Pass, Kreditkarten, etwas Geld, Fotos und ein Handy die einzigen wirklichen Wertsachen. Der Rest: ersetzbar. Irgendwo und irgendwann. Falls uns jemand das Gepäcks klauen möchte, soll er es tun und damit glücklich werden. Vor allem in der Woche zuhause haben wir schnell gemerkt, dass wir nur noch ganz wenig brauchen. Der Inhalt meines Rucksacks hatte so um die 17kg haben, meist verteilt auf den großen Rucksack und einen Tagesrucksack, in dem die Wertsachen sind. Viel Holz, zumal ich den ganzen Kram nur auf Trekkingtouren brauche – in Asien hätte alles, was ich brauche, in eine Alditüte gepasst. Das ist manchmal blöd, aber sobald ich etwas wegschmeisse, brauche ich es am nächsten Tag:-/
Täglich in fremden Betten oder im Zelt:
Kein Problem. Das nervigste ist das ständige Ein- und Auspacken. Wenn es mir einmal nicht gut geht, träume ich von meinem eigenen Bett und unserer Wohnung drumherum. Ansonsten stört mich das Nomadenleben nicht. Bettwanzen und Kakerlaken, Mücken, Sandfliegen und Krabbelviecher kommen (selten) vor, aber das gehört dazu und inzwischen bekommen alle tierischen Gäste, die wir mehr als 1x sehen, einen Namen.
Meist schauen wir uns Zimmer oder Campingplätze vor der Miete an oder lesen uns durch die Bewertungen im Internet. Wichtigstes Mitbringel sind und bleiben Ohropax, Klopapier und ein leichter Schlafsack.
Ernährung:
Abgesehen von Asien haben wir selbst gekocht und wahrscheinlich einen ganzen Laster voll gebackene Bohnen und Weißbrot gegessen. Oft gab es Nudeln, Eier, Würstchen, Toastbrot, Müsli, Kekse und je nach Preis und Vorkommen Obst und Gemüse oder Ersatz in Tablettenform. Im Prinzip aßen wir, auf was wir Lust hatten, waren außerhalb von Asien aber recht anspruchslos. Wenn etwas zu teuer war, verging uns schnell der Appetit darauf. In Asien waren wir auf das Angebot in Garküchen und auf Märkten angewiesen, was eine große Umgewöhnung war - sowohl für den Kopf als auch für den Darm. Selbstversorgung ist fast unmöglich, was beim Zelten zu einer Herausforderung wird. Da gab es dann auch mal Haferflocken mit Wasser und Obst oder Zucker zum Frühstück. Nicht besonders lecker, aber macht satt.
Was nicht fehlen darf ist Kaffee. Ich glaube, ich bin süchtig danach... Zwar trinken wir fast ausnahmslos Instantkaffee, aber wer stellt schon Ansprüche, wenn es um Suchtbefriedigung geht?
Alkohol ist hingegen selten geworden, was uns selbst wundert. So sparen wir viel Geld und wenn es dann doch mal ein Bierchen gibt, wirkt es umso schneller;-)
Reisen als Paar:
24-Stunden-Beziehung - funktioniert das? Ja. Aus Studienzeiten wussten wir, dass es klappen kann - und das tuts. Wir sind sehr gerne zusammen und sind froh, dass wir die vielen kleinen und großen Abenteuer miteinander teilen können. Wir scheinen uns recht gut zu ergänzen und wissen inzwischen ziemlich genau, wie der andere tickt.
Jeden Tag auf Reisen:
Wir werden oft gefragt, ob uns das nicht zuviel wird, wir nicht irgendwann den Kopf voll haben. Darauf können wir nur antworten: Nein! Wir haben uns ein gemütliches Reisetempo angewöhnt, machen Pausen und haben wenig Wert auf das Abklappern von Sehenswürdigkeiten gelegt sondern uns lieber unter die Leute gemischt oder in den Nationalpark verkrochen, um so viel wie möglich von dem Leben im jeweiligen Land oder auch der Natur mitzubekommen. Ich empfinde es als Vorteil, nicht allein unterwegs zu sein: wir können Erlebnisse miteinander teilen und Erfahrungen austauschen. Natürlich geht auch vieles verloren, aber zu zweit kann man sich mehr merken und jeder hat andere Erinnerungen an ein Land oder eine bestimmte Zeit.
Das einzige, was uns angestrengt hat und was auf Dauer zu viel werden kann, waren lange, holprige Bus- oder Autofahrten oder extremer Lärm. Manchmal auch Dauerregen.
Dienstag, 9. Juli 2013
Weltreise-Unlimited Zwischenbilanz 2
An unserem 365. Reisetag kamen wir in Deutschland an.
Unser 2. Reisehalbjahr führte uns nach Laos, Thailand, Malaysia, Indonesien, Australien (Northern Territory, South Australia) und Singapur. Die ursprünglich geplanten Länder Vietnam, Myanmar, Kambodscha sowie weitere Teile Indonesiens und Malaysias haben wir weggelassen bzw. auf Eis gelegt. Hinzu kam überraschend ein zweites Mal Australien und Singapur.
Zeitlicher Ablauf:
Die Reihenfolge der Länder in Südostasien hatten wir unterwegs geändert. Wir sind zunächst in die Länder Laos und Thailand gereist, da es dort im April ziemlich heiß wird und wir schon spät dran waren. Thailand haben wir wesentlich länger bereist als geplant. Danach ging es nach Malaysia und Indonesien, wo wir wesentlich weniger Zeit verbrachten als geplant. Die zeitliche Lücke füllte Australien mit 5 Wochen Reisedauer. Eher zufällig kamen wir nach zwei Tagen Singapur am 365. Reisetag in Deutschland an.
Nach der ursprünglichen Planung wären wir seit Anfang Juli in Südamerika. Wir haben uns jedoch entschieden zumindest vorübergehend das Reisemittel zu wechseln und Europa hinzugenommen.
Gründe für die Umplanung waren extrem hohe Temperaturen in Kambodscha, Vietnam und Myanmar und die Veränderung unserer Interessen. Malaysia haben bis auf Nationalparks als eher uninteressant empfunden. Sowohl Malaysia als auch Indonesien sind zum einen auf Tourentourismus ausgelegt, zum anderen gibt es einen Backpacker-"Highway". Beides ist nichts für uns. Individualreisen kann hier relativ teuer werden.
Finanzen:
Wir hatten erwartet, dass Thailand teurer ist als Laos. Es stellte sich heraus, dass es umgekehrt ist. Während der ersten Hälfte unseres Thailandaufenthaltes waren die Übernachtungskosten geringer als die Kosten für Essen. Das war sonst nirgendwo der Fall. Sowohl Laos und Thailand sind günstige Reiseländer.
Wie erwartet waren Malaysia und Indonesien teurer als Laos und Thailand. Vor allem die Übernachtungen sind teurer. Das Preis-Leistungs-Verhältnis nimmt hier drastisch ab. Reisen in Malaysia und Indonesien ist vielerorts nur mit Reiseagenturen sinnvoll, was die Angelegenheiten teurer macht. Individualtouristen wird das Leben oft schwer gemacht, da Zugang zu vielen Nationalparks nur im Rahmen einer Tour oder mit Guide erlaubt ist. Unternimmt man etwas doch im Alleingang spart man kein Geld.
In Indonesien haben die vielen Inlandsflüge innerhalb kurzer Zeit unsere Transportkosten in die Höhe getrieben. Unseren geplanten Südotasienschnitt von 500 Euro pro Monat pro Person haben wir daher um etwa 15% überschritten.
Australien kam unplanmäßig dazu. Die kurz vor der Einreise abgeschätzten Kosten konnten wir gut einhalten.
Vor allem durch den zweiten Australienaufenthalt und Fiji aus dem ersten Halbjahr liegen wir jetzt über den ursprünglich geplanten Kosten. Da wir unvorhergesehene Mehrkosten eingeplant haben und sich diese im vernünfigen Rahmen bewegen, wird dieser Punkt kaum Einfluss auf die weitere Durchführung der Reise haben.
Übernachtung pro Tag pro Person
Laos: 5,4 Euro
Thailand: 4,9 Euro
Malaysia: 8,8 Euro
Indonesien: 8,9 Euro
Australien: 8,6 Euro (Campsites)
Singapur: 21,2 Euro
Essen pro Tag pro Person
Laos: 3,6 Euro
Thailand: 4,4 Euro
Malaysia: 4,7 Euro
Indonesien 3,9 Euro
Australien: 3,9 Euro (ausschließlich Selbstversorgung)
Singapur: 12,6 Euro
Transport pro Tag pro Person
Laos: 5,0 Euro
Thailand: 2,7 Euro
Malaysia: 4,2 Euro
Indonesien: 17,7 Euro
Australien: vergleichsweise teuer, wir hatten ein kleinen Camper, auf den knapp 6000 km haben wir für 790 Euro Benzin verfahren.
Singapur: 5,4 Euro
In Südostasien haben wir hauptsächlich im Doppelzimmer übernachtet, in Thailand gelegentlich im Zelt. Gegessen haben wir in Garküchen und auf Märkten, gelegentlich haben wir selbst gekocht.
Der Transport erfolgte per Bus, Sammeltaxi und Zug, in Malaysia und Indonesien auch per Flugzeug.
Die vielen Flüge in Indonesien innerhalb kurzer Zeit erklären die hohen Transportkosten.
In Australien haben wir nur im Camper in einfachen Bushcamps und Caravan Parks übernachtet. Die Campsites im Zentrum waren erheblich günstiger als die an der Ostküste. Wir haben ausschließlich selbst gekocht. Der Benzinpreis (Unleaded 91) schwankte zwischen 1,45 und 2,33 AUSDollar.
Gesundheit:
Außer einem Hundertfüßlerbiß hatte ich auch im zweiten Halbjahr keine gesundheitlichen Probleme, aber kaum zurück in Deutschland hatte ich wegen niedriger Temperaturen eine leichte Erkältung:).
Anne hatte in Thailand nach einem kleinen Sturz eine Schürfwunde am Knie und einen Hautausschlag in Laos.
Ausrüstung:
Wir haben unterwegs teilweise Kleidung ersetzt, was in Südostasien recht günstig ist. Mein Tagesrucksack hat durch Verschleiß den Geist aufgegeben, so dass er ersetzt werden mußte.
In Deutschland steigen wir vom Rucksack auf Fahrradtaschen um, Outdoorkleidung wird durch Fahrradkleidung ersetzt.
Unsere bisherigen Lieblingreiseziele:
Meines: immernoch Afrika, im zweiten Halbjahr war Australien, Thailand, Laos und Flores gut, Singapur nicht zu vergessen.In Malaysia leider nur die Nationalparks.
Annes: Fiji bleibt Favorit, aber wir haben sehr viele tolle Länder bereist... Das Stranderlebnis war in Thailand am besten, die Menschen auf Flores waren faszinierend und herzlich und das Reisen machte in Laos und Nordthailand unglaublich viel Spaß. Und dann ist da noch Afrika:-)
Sichtbare Umweltprobleme unserer Reiseziele:
Allgemein hat Südostasien (ohne Singapur) Müll ein gravierendes Problem. Während man in Thailand und Malaysia das Problem zumindest an Land einigermaßen im Griff hat, ist der Zustand in Laos katastrophal. Man hat hier nicht gelernt mit Kunstoff und Glasmüll umzugehen. Dieser wird vermutlich aus Gewohnheit einfach irgendwo hingeworfen. Die Meere vor Südostasien sind extrem vermüllt, was man auf Bootfahrten und am Strand nicht übersieht.
Das Hauptproblem in Malaysia sind Palmölplantagen so weit das Auge reicht. Es werden große Waldgebiete brandgerodet und durch eine Ölpalmen Monokultur ersetzt. Es bietet sich sehr oft ein Szenario des Schreckens, welches eine gute Kulisse für einen Endzeitfilm wäre. Während im Rest der Welt auf der großen Uhr noch fünf vor 12 ist, ist es hier schon zwei Minuten nach 12.
Die Tier und Pflanzenwelt wird dadurch auf kleine Gebiete verdrängt und viele endemischen Arten sind vom Aussterben bedroht. Hier muss international dringend unter die Arme gegriffen werden. Man wirbt im Tourismus gerne mit der grandiosen Tierwelt Malaysias, aber die Bestände sind stark gefährdet. Bis auf die Nationalparks war Malaysia für uns als Reiseland eher uninteressant. Diese sollte man dort unbedingt besuchen, weil es sich lohnt und deren Fortbestand sichert.
In Nordthailand und Laos ist Brandrodung ein enormes Umweltrisiko.
In Thailand und Laos werden Arbeitselefanten jetzt im Tourismus eingesetzt.
Verhaltensstörungen sind selbst für Leihen nicht zu Übersehen. Affen werden als Ausstellungsstück noch in kleinen Käfigen gehalten und müssen vor sich hinvegetieren. In Malaysia und Indonesien werden Orang Utans als Haustiere gehalten, die Eltern werden getötet und das Junge in einen Käfig gesteckt. Das Alles sollte eigentlich nicht mehr zeitgemäß sein und hat im 21. Jahrhundert nichts verloren.
In Südostasien hat Umweltschutz von der Politik bis zum Einzelnen einen bedenklich geringen Stellenwert.
In Australien sind die enorm großen Weidegebiete eine Gefahr für das Buschland. Ähnlich wie in Namibia und Botswana benötigt man für wenige Weidetiere große Landflächen. Der offene Buschwald wird dadurch zerstört. Auf einem einhundert Kilometer langen Streckenabschitt in Südaustralien kann man sich davon ein gutes Bild machen: buschloses Weideland mit wenigen Schafen so weit das Auge reicht.
Menschen und Kulturen:
Südostasien. Andere Länder andere Sitten:-) Wir fühlten uns durchweg wohl in diesem extrem bevölkerten Teil der Erde, nur Lärm und Umweltprobleme wurden uns manchmal zuviel.
Ein Hauptgrund, dass wir uns so wohlfühlten, ist wohl, dass wir zwar neugierig betrachtet, fotografiert und angesprochen wurden, jedoch mit einer angenehmen asiatischen Zurückhaltung. Kommunikation fand durch sprachliche Barrieren oft mit Augen, Händen und Bildern statt, was zu wesentlich intensiveren Begegnungen führte als in unseren bisherigen Reiseländern.
Entgegen der gängigen Reisewarnungen fühlten wir uns nirgends unsicher.
In Singapur sprechen Inder, Chinesen, Malayen und Indonesier plötzlich gutes Englisch:-). Die vielen Kulturen leben friedlich mit- und nebeneinander. Singapur macht uns einfach Spaß und in weniger touristischen Stadtteilen kann man trotz Verwestlichung und dem Großstadtpomp noch das echte Asien erleben: Wuselige Foodcourts, exzellentes Essen, little India und Chinatown mit den typischen Läden, bunte Märkte mit Obst, Gemüse und Fleisch, Geruch und verschiedenste Flüssigkeiten auf dem Boden inklusive:-) Wir kommen wieder!
Die Australier des Northern Territory werden von den Ostküstenbewohnern oft belächelt, da sie "hinterwäldlerisch" seien und unzivilisiert. Uns haben sie gezeigt, dass es auch sehr interessante und unkomplizierte Menschen in Australien gibt. Nach unseren überwiegend negativen Begegnungen mit Australiern an der Ostküste und auch in anderen Ländern (allen voran: Bali) war das nun sehr überraschend:-)
Im Outback trifft man dann endlich auch mal auf Aborigines, allerdings eher im Zusammenhang mit Alkohol, Petrol-Sniffing oder als "Touristenattraktion". Die Ureinwohner werden im Outback extrem vermarktet, wir haben bis heute kein klares Bild von ihnen. Auch ist für uns fraglich, ob es die "wilden" Aborigines überhaupt noch gibt, allerdings haben wir uns nur sehr wenig mit dem Thema beschäftigt.
Reise- und Sicherheitshinweise:
Entgegen der Angaben der Auswärtigen Amtes war Sandakan in Sabah sicher bereisbar.
In einem Gebiet östlich von Sandakan fielen im Frühjahr philippinische Rebellen ein.
Während des zweiten Reisehalbjahres gab es keine schwerwiegenden kriminellen Aktivitäten gegen uns. Einzig und allein in der Touristenhochburg Bali wurden ich beim Geldwechsel in einer vermeintlichen Wechselstube um etwa 15 Euro betrogen. Der Trick war einfach und danach sofort durchschaubar. So etwas passierte nur, weil ich mir meiner Sache zu sicher war. Wenn sie das Geld so dringend brauchen, sollen sie es behalten und sich ein Eis davon kaufen:-)
Unser 2. Reisehalbjahr führte uns nach Laos, Thailand, Malaysia, Indonesien, Australien (Northern Territory, South Australia) und Singapur. Die ursprünglich geplanten Länder Vietnam, Myanmar, Kambodscha sowie weitere Teile Indonesiens und Malaysias haben wir weggelassen bzw. auf Eis gelegt. Hinzu kam überraschend ein zweites Mal Australien und Singapur.
Zeitlicher Ablauf:
Die Reihenfolge der Länder in Südostasien hatten wir unterwegs geändert. Wir sind zunächst in die Länder Laos und Thailand gereist, da es dort im April ziemlich heiß wird und wir schon spät dran waren. Thailand haben wir wesentlich länger bereist als geplant. Danach ging es nach Malaysia und Indonesien, wo wir wesentlich weniger Zeit verbrachten als geplant. Die zeitliche Lücke füllte Australien mit 5 Wochen Reisedauer. Eher zufällig kamen wir nach zwei Tagen Singapur am 365. Reisetag in Deutschland an.
Nach der ursprünglichen Planung wären wir seit Anfang Juli in Südamerika. Wir haben uns jedoch entschieden zumindest vorübergehend das Reisemittel zu wechseln und Europa hinzugenommen.
Gründe für die Umplanung waren extrem hohe Temperaturen in Kambodscha, Vietnam und Myanmar und die Veränderung unserer Interessen. Malaysia haben bis auf Nationalparks als eher uninteressant empfunden. Sowohl Malaysia als auch Indonesien sind zum einen auf Tourentourismus ausgelegt, zum anderen gibt es einen Backpacker-"Highway". Beides ist nichts für uns. Individualreisen kann hier relativ teuer werden.
Finanzen:
Wir hatten erwartet, dass Thailand teurer ist als Laos. Es stellte sich heraus, dass es umgekehrt ist. Während der ersten Hälfte unseres Thailandaufenthaltes waren die Übernachtungskosten geringer als die Kosten für Essen. Das war sonst nirgendwo der Fall. Sowohl Laos und Thailand sind günstige Reiseländer.
Wie erwartet waren Malaysia und Indonesien teurer als Laos und Thailand. Vor allem die Übernachtungen sind teurer. Das Preis-Leistungs-Verhältnis nimmt hier drastisch ab. Reisen in Malaysia und Indonesien ist vielerorts nur mit Reiseagenturen sinnvoll, was die Angelegenheiten teurer macht. Individualtouristen wird das Leben oft schwer gemacht, da Zugang zu vielen Nationalparks nur im Rahmen einer Tour oder mit Guide erlaubt ist. Unternimmt man etwas doch im Alleingang spart man kein Geld.
In Indonesien haben die vielen Inlandsflüge innerhalb kurzer Zeit unsere Transportkosten in die Höhe getrieben. Unseren geplanten Südotasienschnitt von 500 Euro pro Monat pro Person haben wir daher um etwa 15% überschritten.
Australien kam unplanmäßig dazu. Die kurz vor der Einreise abgeschätzten Kosten konnten wir gut einhalten.
Vor allem durch den zweiten Australienaufenthalt und Fiji aus dem ersten Halbjahr liegen wir jetzt über den ursprünglich geplanten Kosten. Da wir unvorhergesehene Mehrkosten eingeplant haben und sich diese im vernünfigen Rahmen bewegen, wird dieser Punkt kaum Einfluss auf die weitere Durchführung der Reise haben.
Übernachtung pro Tag pro Person
Laos: 5,4 Euro
Thailand: 4,9 Euro
Malaysia: 8,8 Euro
Indonesien: 8,9 Euro
Australien: 8,6 Euro (Campsites)
Singapur: 21,2 Euro
Essen pro Tag pro Person
Laos: 3,6 Euro
Thailand: 4,4 Euro
Malaysia: 4,7 Euro
Indonesien 3,9 Euro
Australien: 3,9 Euro (ausschließlich Selbstversorgung)
Singapur: 12,6 Euro
Transport pro Tag pro Person
Laos: 5,0 Euro
Thailand: 2,7 Euro
Malaysia: 4,2 Euro
Indonesien: 17,7 Euro
Australien: vergleichsweise teuer, wir hatten ein kleinen Camper, auf den knapp 6000 km haben wir für 790 Euro Benzin verfahren.
Singapur: 5,4 Euro
In Südostasien haben wir hauptsächlich im Doppelzimmer übernachtet, in Thailand gelegentlich im Zelt. Gegessen haben wir in Garküchen und auf Märkten, gelegentlich haben wir selbst gekocht.
Der Transport erfolgte per Bus, Sammeltaxi und Zug, in Malaysia und Indonesien auch per Flugzeug.
Die vielen Flüge in Indonesien innerhalb kurzer Zeit erklären die hohen Transportkosten.
In Australien haben wir nur im Camper in einfachen Bushcamps und Caravan Parks übernachtet. Die Campsites im Zentrum waren erheblich günstiger als die an der Ostküste. Wir haben ausschließlich selbst gekocht. Der Benzinpreis (Unleaded 91) schwankte zwischen 1,45 und 2,33 AUSDollar.
Gesundheit:
Außer einem Hundertfüßlerbiß hatte ich auch im zweiten Halbjahr keine gesundheitlichen Probleme, aber kaum zurück in Deutschland hatte ich wegen niedriger Temperaturen eine leichte Erkältung:).
Anne hatte in Thailand nach einem kleinen Sturz eine Schürfwunde am Knie und einen Hautausschlag in Laos.
Ausrüstung:
Wir haben unterwegs teilweise Kleidung ersetzt, was in Südostasien recht günstig ist. Mein Tagesrucksack hat durch Verschleiß den Geist aufgegeben, so dass er ersetzt werden mußte.
In Deutschland steigen wir vom Rucksack auf Fahrradtaschen um, Outdoorkleidung wird durch Fahrradkleidung ersetzt.
Unsere bisherigen Lieblingreiseziele:
Meines: immernoch Afrika, im zweiten Halbjahr war Australien, Thailand, Laos und Flores gut, Singapur nicht zu vergessen.In Malaysia leider nur die Nationalparks.
Annes: Fiji bleibt Favorit, aber wir haben sehr viele tolle Länder bereist... Das Stranderlebnis war in Thailand am besten, die Menschen auf Flores waren faszinierend und herzlich und das Reisen machte in Laos und Nordthailand unglaublich viel Spaß. Und dann ist da noch Afrika:-)
Sichtbare Umweltprobleme unserer Reiseziele:
Allgemein hat Südostasien (ohne Singapur) Müll ein gravierendes Problem. Während man in Thailand und Malaysia das Problem zumindest an Land einigermaßen im Griff hat, ist der Zustand in Laos katastrophal. Man hat hier nicht gelernt mit Kunstoff und Glasmüll umzugehen. Dieser wird vermutlich aus Gewohnheit einfach irgendwo hingeworfen. Die Meere vor Südostasien sind extrem vermüllt, was man auf Bootfahrten und am Strand nicht übersieht.
Das Hauptproblem in Malaysia sind Palmölplantagen so weit das Auge reicht. Es werden große Waldgebiete brandgerodet und durch eine Ölpalmen Monokultur ersetzt. Es bietet sich sehr oft ein Szenario des Schreckens, welches eine gute Kulisse für einen Endzeitfilm wäre. Während im Rest der Welt auf der großen Uhr noch fünf vor 12 ist, ist es hier schon zwei Minuten nach 12.
Die Tier und Pflanzenwelt wird dadurch auf kleine Gebiete verdrängt und viele endemischen Arten sind vom Aussterben bedroht. Hier muss international dringend unter die Arme gegriffen werden. Man wirbt im Tourismus gerne mit der grandiosen Tierwelt Malaysias, aber die Bestände sind stark gefährdet. Bis auf die Nationalparks war Malaysia für uns als Reiseland eher uninteressant. Diese sollte man dort unbedingt besuchen, weil es sich lohnt und deren Fortbestand sichert.
In Nordthailand und Laos ist Brandrodung ein enormes Umweltrisiko.
In Thailand und Laos werden Arbeitselefanten jetzt im Tourismus eingesetzt.
Verhaltensstörungen sind selbst für Leihen nicht zu Übersehen. Affen werden als Ausstellungsstück noch in kleinen Käfigen gehalten und müssen vor sich hinvegetieren. In Malaysia und Indonesien werden Orang Utans als Haustiere gehalten, die Eltern werden getötet und das Junge in einen Käfig gesteckt. Das Alles sollte eigentlich nicht mehr zeitgemäß sein und hat im 21. Jahrhundert nichts verloren.
In Südostasien hat Umweltschutz von der Politik bis zum Einzelnen einen bedenklich geringen Stellenwert.
In Australien sind die enorm großen Weidegebiete eine Gefahr für das Buschland. Ähnlich wie in Namibia und Botswana benötigt man für wenige Weidetiere große Landflächen. Der offene Buschwald wird dadurch zerstört. Auf einem einhundert Kilometer langen Streckenabschitt in Südaustralien kann man sich davon ein gutes Bild machen: buschloses Weideland mit wenigen Schafen so weit das Auge reicht.
Menschen und Kulturen:
Südostasien. Andere Länder andere Sitten:-) Wir fühlten uns durchweg wohl in diesem extrem bevölkerten Teil der Erde, nur Lärm und Umweltprobleme wurden uns manchmal zuviel.
Ein Hauptgrund, dass wir uns so wohlfühlten, ist wohl, dass wir zwar neugierig betrachtet, fotografiert und angesprochen wurden, jedoch mit einer angenehmen asiatischen Zurückhaltung. Kommunikation fand durch sprachliche Barrieren oft mit Augen, Händen und Bildern statt, was zu wesentlich intensiveren Begegnungen führte als in unseren bisherigen Reiseländern.
Entgegen der gängigen Reisewarnungen fühlten wir uns nirgends unsicher.
In Singapur sprechen Inder, Chinesen, Malayen und Indonesier plötzlich gutes Englisch:-). Die vielen Kulturen leben friedlich mit- und nebeneinander. Singapur macht uns einfach Spaß und in weniger touristischen Stadtteilen kann man trotz Verwestlichung und dem Großstadtpomp noch das echte Asien erleben: Wuselige Foodcourts, exzellentes Essen, little India und Chinatown mit den typischen Läden, bunte Märkte mit Obst, Gemüse und Fleisch, Geruch und verschiedenste Flüssigkeiten auf dem Boden inklusive:-) Wir kommen wieder!
Die Australier des Northern Territory werden von den Ostküstenbewohnern oft belächelt, da sie "hinterwäldlerisch" seien und unzivilisiert. Uns haben sie gezeigt, dass es auch sehr interessante und unkomplizierte Menschen in Australien gibt. Nach unseren überwiegend negativen Begegnungen mit Australiern an der Ostküste und auch in anderen Ländern (allen voran: Bali) war das nun sehr überraschend:-)
Im Outback trifft man dann endlich auch mal auf Aborigines, allerdings eher im Zusammenhang mit Alkohol, Petrol-Sniffing oder als "Touristenattraktion". Die Ureinwohner werden im Outback extrem vermarktet, wir haben bis heute kein klares Bild von ihnen. Auch ist für uns fraglich, ob es die "wilden" Aborigines überhaupt noch gibt, allerdings haben wir uns nur sehr wenig mit dem Thema beschäftigt.
Reise- und Sicherheitshinweise:
Entgegen der Angaben der Auswärtigen Amtes war Sandakan in Sabah sicher bereisbar.
In einem Gebiet östlich von Sandakan fielen im Frühjahr philippinische Rebellen ein.
Während des zweiten Reisehalbjahres gab es keine schwerwiegenden kriminellen Aktivitäten gegen uns. Einzig und allein in der Touristenhochburg Bali wurden ich beim Geldwechsel in einer vermeintlichen Wechselstube um etwa 15 Euro betrogen. Der Trick war einfach und danach sofort durchschaubar. So etwas passierte nur, weil ich mir meiner Sache zu sicher war. Wenn sie das Geld so dringend brauchen, sollen sie es behalten und sich ein Eis davon kaufen:-)
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Montag, 8. Juli 2013
Kurze Info
Wir haben unseren Videokanal weiter gefüllt . Ein paar Videos kommen noch.
Die Fahrräder sind fast fertig. Wir warten nur noch auf eine Tasche. Es kann also bald losgehen:)
Die Fahrräder sind fast fertig. Wir warten nur noch auf eine Tasche. Es kann also bald losgehen:)
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